Jagdfasan
© Landesforsten.RLP.de / Andreas Michel

Stolz wie ein mittelalterlicher Ritter mit „Sporn und Harnisch“. So wirkt der Jagdfasan in seinem Revier. Früher jedem Kind vom Anblick bekannt, geriet der Fasanenbesatz im Zuge der Flurbereinigung unter Druck. Wen wundert’s, dass Fasane in Deutschland weniger bekannt sind als beispielsweise Tauben. Jedoch gibt es ihn heute in der „freien“ Wildbahn Deutschlands wieder recht häufig. Durch Züchtungen haben sich verschiedene Unterarten miteinander vermischt und kommen bei uns heute nicht mehr in ihrer reinen Form vor.
Aussehen:
Jagdfasanenhähne sind auffallend bunt gefiedert. Die stolzen Burschen besitzen rotbraune Federn, Kopf und Hals sind dunkelgrün. Über den Augen befinden sich Schwellkörper, sogenannte Rosen. Der Stoß, wie die Schwanzfedern bei vogelartigen Tieren genannt werden, ist lang und schmal. Die Hennen kommen, wie so häufig in der Vogelwelt, in ihrem Federkleid sehr schlicht einher. Sie sind braun mit dunklen Tupfern. Die Färbung des Jagdfasans kennt viele Spielarten. Die ursprünglichen Unterarten sind heute kaum noch eindeutig zu bestimmen, da sie sich sehr stark miteinander vermischt haben. Nach der äußeren Erscheinung werden heute die folgenden vier Formen unterschieden:
| Bezeichnung | Merkmale |
|---|---|
| Kupferfasan | ringlos, Gefieder kupferrot, Hennen kräftig braungrau |
| Dunkelfasan | ringlos, Gefieder schwarzblau, Hennen sehr dunkel, schwarzgrau |
| Heller Ringfasan | schmaler weißer Halsring, Gefieder hell rotbraun, Schwingen hell graugelb, Hennen hell graubraun |
| Dunkler Ringfasan | breiter weißer Halsring, Gefieder dunkel rotbraun, Schwingen heller, am Rücken grünlich schimmernd, Hennen braungrau |
Zudem gibt es mit dem in Japan endemischen Buntfasan (Phasianus versicolor) noch eine zweite Art in der Gattung der Echten Fasane. Der Buntfasan ist kleiner als der Jagdfasan. Die Hähne sind ringlos mit blaugrünem Gefieder und rotbraunen Schwingen, die Hennen blaugrau.
Quelle: Das praktische Handbuch der Jagdkunde, 14. Auflage,
BLV Verlag, München, 1996
