Zitterpappel (Populus tremula) - Baum des Jahres 2026

Das Bild zeigt Blätter der Zitterpappel mit Gallen einer Gallmilbe.
Blätter der Zitterpappel mit Gallen einer Gallmilbe.

Merkmale

  • Höhe: 20 bis 30 Meter. Bei sehr günstigen Bedingungen auch 35  Meter.
  • Krone: Im Freistand ohne Kronenbedränger breit-rundlich.
  • Stamm & Borke: Die Farbe Grau-silbrig bis gelblich-braun. Unverwechselbar sind die rautenförmigen Lentizellen, die über den gesamten Stamm verteilt sind. Dimensionen von bis zu 1 Meter wurden schon beobachtet. Aufgrund seines schnellen Wuchses ist das Holz  zum Bauen eher nicht geeignet. Hingegen findet es Verwendung in der Verpackungs-, in der Papier - und Zellstoffindustrie, wie auch bei der Energiegewinnung und bei Erstbewaldungen.
  • Blätter: Meist  rundlich mit leichter Spitze, die aus der runden Form mit etwas Fantasie ein herzförmiges Blatt entstehen lässt. Unverwechselbar sind auch die relativ kleinen Einbuchtungen. Der vergleichsweise lange Blattstil hat der Zitterpappel zu ihrem Namen verholfen, aus Lateinischen "tremula" (= zitternd).
  • Blüte: Der zweihäusige Baum trägt entweder weibliche oder männliche "Kätzchen". Die männlichen Kätzchen sind eher rötlich, weich und hängend mit einer Größe von 5 bis 10 cm. Weibliche Kätzchen sind   grünlich und schlanker. Die Blüten selbst sind unscheinbar.
  • FruchtDie Früchte der Zitterpappel sind kapselartige Fruchtstände, die sich nach der Reife in zwei Klappen öffnen. Jede Kapsel enthält zahlreiche winzige Samen, die mit weißen, seidigen Haaren versehen sind. Diese Haarbüschel dienen als Flugapparat, sodass die Samen weithin vom Wind verbreitet werden. Die reifen Fruchtstände wirken daher oft wattig oder fluffig, wenn die Samen freigesetzt werden.
  • Alter: 60 bis 100 Jahre. Es wurden aber auch bereits Exemplare von 150 Jahren gefunden.

Standorte

Als Pionierbaumarten sind Zitterpappeln anspruchslos. Ihr Optimum finden auf lichtreichen Standorten. Sie frische bis mäßig trockene Standorte sowie gutdurchlüftete, oft sandige Böden mit saurem bis neutralem Milieu.

Verbreitung

Von West nach Ost in gesamt Europa und Asien. Nach Norden bis etwa zum 70 Breitengrad und nach Süden bis etwa zum 30 Breitengrad.