Hier finden Sie unsere vergangenen Veranstaltungen aus dem Jahr 2025


Kraftquelle Wald

Eine außergewöhnliche Veranstaltung im Hachenburger Kino

Dieses Bild zeigt Yvonne Albe im Hachenburger Kino vor einer Leinwand mit dem Bild eines Waldes
Yvonne Albe bei der Kraftquelle Wald

Am 5. Dezember fand im Hachenburger Cinexx die Veranstaltung „Kraftquelle Wald – Ein Abend für Seele und Sinne“ statt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Multivisionsshow „Die Schönheit der Wälder“ der Waldfotografin und Autorin Yvonne Albe. Ergänzt wurde das Programm durch eine moderierte Gesprächsrunde mit Landtagspräsident Hendrik Hering, Kursleiterin für Waldbaden Andrea Schüler, Forstreferent Martin Grünebaum sowie Moderatorin Marie-Christine Donath.

Der Wald ist weit mehr als nur ein Naturraum – er ist Kraftquelle, Rückzugsort, Gesundheitsraum und wertvolles Ökosystem. Unter dem Leitgedanken „Kraftquelle Wald – Ein Abend für Seele und Sinne“ hatte das Forum Wald und Gesellschaft - mit seinem erweiterten Bildungsauftrag von Landesforsten RLP - zu einer besonderen Reise in die Welt der Wälder eingeladen. Das Angebot stieß auf große Resonanz und war sehr gut besucht.

An dem Abend wurde eindrucksvoll deutlich, dass der Wald für den Menschen unersetzlich ist – als Ort der Sinneserfahrung, der inneren Einkehr und als lebendige Quelle neuer Kraft.


Baumpflanzaktion mit RPR1.

Groß angelegte Initiative des RPR1. pflanzt im Westerwald

Das Bild zeigt Personen in einem RPR1.-Truck mit einem Schild zur Baumpflanzaktion
Gemeinsames Foto bei der RPR1.-Pflanzaktion

Am 22. November fand in Mörsbach in der Kroppacher Schweiz die erste Pflanzaktion der groß angelegten Initiative "Baum für Baum in die Zukunft" von RPR1. in Kooperation mit BINGO! von Lotto, Fit4 Future und Landesforsten Rheinland-Pfalz statt. Rund 50 engagierte Helferinnen und Helfer pflanzten tatkräftig mehrere hundert Bäume in einer ehemaligen Schadfläche. Die Aktion wurde von den Hörerinnen und Hörern von RPR1. ermöglicht, die die Setzlinge als Baumpatinnen und -paten im Vorfeld gespendet haben.

Die Aktion hatte nicht nur symbolischen Charakter, sondern auch eine klare ökologische Zielsetzung. Gepflanzt wurde in Klumpen – punktwirksam und an ausgesuchten Stellen. Revierleiter Matthias Gürke erklärte dazu, dass sich die Fläche hervorragend für die Pflanzaktion eigne. Unter den bereits existierenden Pionierbaumarten wie Birke und Eberesche können die jungen Setzlinge zunächst geschützt vor zu viel Sonne, Wind, Frost und konkurrierenden Begleitpflanzen wachsen, ehe sie später den neuen Wald bilden. Bei der Pflanzaktion wurden die heimischen Baumarten Rotbuche, Winterlinde, Eibe und Tanne als Setzlinge in die Erde gebracht – eine Steigerung der Artenvielfalt und eine Investition in die Zukunft.

Die Pflanzaktion war nicht nur ein voller Erfolg im Hinblick auf die Anzahl der gepflanzten Bäume, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit für die Teilnehmenden, direkt zum Schutz und zur Förderung des heimischen Waldes beizutragen. Es war spürbar, dass alle Beteiligten mit Freude und Motivation anpackten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Baumpatinnen und Baumpaten sowie bei RPR1. und den Kooperationspartnern für diese tolle Aktion!

Weitere Infomationen zu der Initiative gibt es hier.


Workshop Wildholzmöbel

Möbelbau als nachhaltige Kreativarbeit

Eine Teilnehmerin entrindet ein Stück Holz zur weiteren Verarbeitung
Eine Teilnehmerin entrindet ein Stück Holz zur weiteren Verarbeitung

Im Rahmen eines Workshops des Forstamts Hachenburg am 18. Oktober lernten sieben Teilnehmende, wie man mit traditionellen Steckverbindungen stabile und ästhetische Möbelstücke aus Wildholz fertigt. Unter der Leitung von Forstwirtschaftsmeister und Fachlehrer Florian Leidig wurde das Naturmaterial Eiche, Birke und Buche aus dem Hachenburger Wald zu Bänken, Hockern und Stühlen verarbeitet.

Mittels der traditionellen Technik des Zapfen Herstellens – einer Methode, mit der Holzstücke allein durch passgenaue Steckverbindungen zusammengefügt werden können, entstanden tragfähige Konstruktionen, ganz ohne Nägel, Schrauben oder Leim. Die Hölzer wurden entrindet, ausgemessen und sorgfältig bearbeitet. Diese nachhaltige Vorgehensweise zeigt, wie handwerkliche Präzision und Naturverbundenheit miteinander verschmelzen können.

Der Workshop vermittelte nicht nur handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Holz ist weit mehr als ein Brennstoff – es dient als natürlicher CO₂-Speicher und steht für langlebige, ökologische Nutzung.  Im Workshop haben die Teilnehmenden gelernt, welches Holz man als privater Nutzer aus dem Wald nehmen darf, was beim Möbelbau zu beachten ist und haben den Hachenburger Wald in einer Begehung unter der Leitung von Florian Leidig auch noch einmal genauer kennengelernt.

Der Enthusiasmus der Teilnehmenden während des Workshops war ungebrochen. Selbst während der Mittagspause wurde weiter gesägt, gebohrt und gefeilt. Die frischgebackenen Möbelbauer:innen waren am Ende stolz auf ihre handgefertigten Möbelstücke, die sowohl praktisch als auch kunstvoll gewachsen sind. 

Der Zuspruch bei Teilnehmenden wie auch Kursleitung Florian Leidig war so groß, dass bereits über eine Wiederholung nachgedacht wird.

 

Die Teilnehmenden arbeiten an ihren Werkstücken
Die Teilnehmenden arbeiten an ihren Werkstücken
Zwei Personen sitzen Arm in Arm auf einer frisch gebauten Wildholzbank und lächeln in die Kamera
Ein Teilnehmer mit Referent Florian Leidig vom Waldbildungszentrum
Sieben Personen stehen nach vollendeter Arbeit hinter ihren selbst gebauten Wildholzmöbeln und lachen in die Kamera
@Landesforsten.RLP.de/ Florian Leidig

Das Bild zeigt: Wassertropfen an Grashalmen

Waldforum Hachenburg 2025

Wissen vernetzen, Zukunft gestalten!

Holzsockel tragen die goldenen Kaulquappen, vorne auf dem Sockel sind Metallschilder mit den Preisträgern angebracht
Der Hauptpreis: Die Hachenburger Kaulquappe

Die Hachenburger Kaulquappe als Verdienst für Engagement zum Thema „Wald und Wasser“

Mit großem Interesse wurde das erste Hachenburger Waldforum am 12.09.25 aufgenommen. Es bot sich eine bunte Mischung an, Wissensvermittlung, regem Austausch und Vernetzung. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Verleihung der besonderen Auszeichnung „Hachenburger Kaulquappe“, die sechs Personen bzw. Initiativen zu Teil wurde, die sich zum Thema des diesjährigen Waldforums „Wasser und Wald“ engagierten. Verschiedene Informationstische luden die 95 Besucher*innen ein sich tiefergehender mit den einzelnen Initiativen zu beschäftigen und sich auszutauschen.

Das Waldforum soll künftig eine feste Größe anlässlich der in jedem Jahr stattfindenden Waldtage sein.

Sechs Personen bzw. Institutionen erhielten den Preis „Hachenburger Kaulquappe“ für ihr Engagement zum Thema Wasserrückhalt im Wald. Mit dem Ziel eines besseren Wasserrückhalts machte sich die Ortsgemeinde Nister mit einem Pionierprojekt zur Renaturierung sowie die Gemeinde Gehlert mit einer Moorrenaturierung verdient. Ebenso wurde das bürgerschaftliche Engagement in der Renaturierung des Müschenbachs der Familie Kempf honoriert sowie der Einsatz im Amphibienschutz von Stefan Backes. Der Tiefbauer Edgar Reuscher erhielt den Preis für sein Verdienst im Wegebau im Sinne eines besseren Wasserrückhalts im Wald. Große Verdienste in diesem Bereich erwarb ferner Revierleiter Andreas Schäfer.

Landtagspräsident Hendrik Hering auf der Bühne, im Hintergrund ein Willkommens-Beamerbild, im Vordergrund Zuschauerinnen
Landtagspräsident Hendrik Hering während seiner Eröffnungsrede des ersten Waldforums
Menschen treffen im Foyer aufeinander. Im Vordergrund eine Flipchart mit Aufschrift "Willkommen zum Hachenburger Waldforum"
@Landesforsten.RLP.de/Alessandra Kurzawa
Landtagspräsident Hendrik Hering und Forstamtsleiterin Monika Runkel mit den Preisträger*innen der Hachenburger Kaulquappe
Rückblick auf das vergangene Waldforum

Das Bild zeigt: Person steht in einem nebeligen Wald und fotografiert mit einer Kamera auf einem Stativ.
Teilnehmer eines Workshops.

Waldfotografie: Ordnung ins schöne Chaos aus Ästen und Blättern bringen

Fotoworkshop - Der Zauber der Wälder mit Yvonne Albe

Menschen stehen mit ihren Kameras im Wald und sind vertieft in die Fotografie. Niemand achtet auf die Fotografin des Bildes
Konzentriertes Arbeiten im Wald

Mitte September, an einem der letzten schönen Spätsommertage, fand in den Wäldern um Marienstatt ein Workshop zum Thema Waldfotografie statt. Die erfolgreiche Waldfotografin Yvonne Albe zeigte den acht begeisterten Teilnehmenden viele Tricks und Kniffe, wie sie es schaffen können, das schöne Chaos im Wald aus Blättern und Ästen einzufangen. Die Gruppe war bunt durchmischt was die Erfahrung angeht, manche fotografieren seit 25 Jahren, andere haben nahezu keine Erfahrung mitbringen können. Ausgerüstet mit der eigenen Kamera und einem Stativ – denn ohne das wird es bei der Abenddämmerung vor allem im Wald schwierig mit längeren Belichtungszeiten – ging es in der Natur an verschiedene markante Stellen. An der Nister, im alten Buchenwald und im Felsenstübchen wurden verschiedene tolle Motive gesucht und gefunden und in Szene gesetzt. „Das war wie Meditation, es hat richtig Spaß gemacht“, berichtete einer der Teilnehmenden und andere stimmen ihm zu: „Ich habe viel gelernt, einfach weil wir uns gemeinsam mit Yvonne fünf Stunden am Stück intensiv mit Fotografie auseinandergesetzt haben.“

Die Veranstaltung des Forums Wald und Gesellschaft am Forstamt Hachenburg mit Waldfotografin Yvonne Albe wurde von allen Seiten gelobt und wird im kommenden Jahr wiederholt. Die Teilnehmendenzahl ist auf acht Personen begrenzt, was einen intensiven Workshop ermöglicht, bei dem die Kursleiterin gut auf alle Fragen eingehen kann.

 

Informationen zur Fotografin: 
www.yvonnealbe.de
www.instagram.com/y.albe

 

Weitere Bilder des Workshops:
Josef Katscher: https://josefkatscher.myportfolio.com/forstamt-hachenburg-fotokurs-mit-y-albe
Yvonne Albe: https://albe.smugmug.com/Photography/Wald/Hachenburg-Waldfotografie-Worksh/n-vZmqX3 


Girls'Day 2025

WALD erleben - Mädchen auf Entdeckungstour im Forstberuf

Am 3. April 2025 öffnete auch das Forstamt Hachenburg im Rahmen des Girls’Day 2025 seine Türen und lud Mädchen ein, den vielseitigen und zukunftssicheren Beruf der Forstwirtin oder Försterin hautnah zu erleben. Der Tag stand ganz im Zeichen der Klimakrise, die nicht nur eine Herausforderung für die Wälder, sondern auch für die Menschen darstellt, die sich um diese wertvollen Ökosysteme kümmern. Gerade junge Frauen engagieren sich zunehmend im Bereich Umwelt- und Klimaschutz, was einen guten Anlass bot, den Teilnehmerinnen zu zeigen, wie sie auch in ihrem potentiellen Berufsalltag Beiträge für die Zukunftsfähigkeit unserer Wälder leisten können.

Ein spannender Tag unter fachkundiger Begleitung

Leah Winter, eine erfahrene Försterin, begleitete die Mädchen durch den Tag und erklärte: "Als Försterin bin ich mal Naturwissenschaftlerin, mal Handwerkerin, mal Krisenmanagerin – und manchmal einfach nur jemand, der den Wald liest wie ein gutes Buch. Kein Tag ist wie der andere, und genau das liebe ich an meinem Beruf!" Ihre Worte machten deutlich, wie abwechslungsreich und spannend ihr Berufsalltag ist.

Gestaltung zukunftsfähiger Wälder

Die durch die Kalamitäts- und Trockenheitsereignisse stark angegriffenen Wälder des Westerwalds, führen schon jungen Menschen tagtäglich die Auswirkungen der Klimakrise vor Augen. So war ein zentrales Thema des Tages die große Herausforderung, die Wälder bestmöglich auf die klimatischen Veränderungen vorzubereiten – eine Jahrhundertaufgabe, für die wir qualifiziertes und motiviertes Personal benötigen.

Voller Einsatz für den Wald

Während des Girls’Day erhielten die Teilnehmerinnen spannende Einblicke in den Arbeitsalltag eines Forstbetriebs. Unter der Anleitung von Luca Thielmann, Forstwirtschaftsmeister und Fachlehrer, durften die Mädchen nicht nur Bäume pflanzen und mit der Försterin Leah Winter Bäume auszeichnen, sondern waren auch hautnah dabei, als ein Baum gefällt und das Holz anschließend mit einer Raupe abtransportiert und vermessen wurde. So erhielten sie einen umfassenden Überblick über zentrale Themen wie ökologische Wiederbewaldung und nachhaltige Waldwirtschaft.

Frauenanteil bei Landesforsten

Zwar ist der Frauenanteil in der Forstwirtschaft in den letzten Jahren gestiegen, doch er liegt immer noch auf einem niedrigen Niveau. Frauen, die in Führungspositionen arbeiten, wie Abteilungs- oder Dienststellenleitungen, machen bei Landesforsten nur etwa 17 Prozent aus. Der Anteil der Frauen, die als Forstwirtschaftsmeisterin tätig sind, beträgt gerade mal 2,6 Prozent, und bei den Frauen in der Revierleitung liegt der Stellenanteil bei lediglich 14,3 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, in die Gewinnung weiblicher Fachkräfte zu investieren und die nächsten Generationen von Frauen für diese Berufe zu begeistern.

Fazit und Feedback zur Veranstaltung

Die Auswertung der Fragebögen, die im Anschluss anonym ausgefüllt werden konnten, zeigten deutlich, dass alle Teilnehmerinnen den Tag als abwechslungsreich und interessant erlebt haben. "Es waren echt tolle Einblicke. Ich fand es super, dass wir den ganzen Tag draußen waren und mit und über die Natur lernen konnten. Bitte macht das weiter und gebt noch vielen anderen Kindern so eine tolle Möglichkeit", resümierte eine der Teilnehmerinnen. Diese Rückmeldungen zeigen, wie wichtig und wertvoll solche praxisorientierten Einblicke in die Arbeitswelt sind.

Monika Runkel, die Leiterin des Forstamts und Waldbildungszentrums Hachenburg, zeigte sich von der positiven Resonanz der Mädchen begeistert. Sie hofft, dass solche Erlebnisse dazu beitragen, dass sich künftig mehr Mädchen und Frauen für einen Beruf in der Forstwirtschaft entscheiden und sich aktiv in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagieren.

Zukunft des Girls’Day

Die Veranstaltung wurde vom Forum Wald und Gesellschaft am Forstamt Hachenburg ins Leben gerufen. „Im kommenden Jahr werden wir den Girls’Day wieder veranstalten und außerdem ein Programm für den Boys’Day entwickeln, bei dem Jungen in den Bereich der Sachbearbeitung und Verwaltung schnuppern können“, erklärt Marie-Christine Donath, Bildungsreferentin im Forum Wald und Gesellschaft.

Der Girls' Day im Forstamt Hachenburg hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen für die Zukunft unserer Wälder zu begeistern und ihnen zu vermitteln, wie vielfältig und spannend ein Beruf in der Forstwirtschaft sein kann. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt, um langfristig den Fachkräftenachwuchs zu sichern und vor allem Frauen stärker in die Zukunft der Forstwirtschaft einzubinden.

Erfahrungsaustausch oder Hilfestellung?

Für alle die sich im kommenden Jahr auch dem Girls’Day annehmen wollen, besteht die Möglichkeit sich beim Forum Wald und Gesellschaft über die Durchführung zu informieren. Wir freuen uns außerdem über die Möglichkeit sich über Erfahrungen auszutauschen.


Mitmach-Aktion zum Tag des Wassers

Viele helfende Hände machten Tag zu vollem Erfolg

Menschen stehen im Wald und schauen lächelnd in die Kamera. Im Vordergrund ein historischer Entwässerungsgraben mit frisch eingebauter Spundwand aus heimischem Holz.
Die Teilnehmenden am Tag des Wassers hatten großen Spaß daran, in Ihrem Wald wirksam zu werden und den Wasserrückhalt zu verbessern.

Die Mitmachaktion zum Tag des Wassers des Forum Wald und Gesellschaft war ein voller Erfolg. Am 22. März 2025 von 11:00-15:00 Uhr lief die Aktion am Nauberg, bei dem alte Entwässerungsgräben mit Hilfe von heimischem Holz verschlossen wurden. Die Aktion richtete sich an alle Naturfreunde, die Interesse an praktischer Umweltarbeit haben. Auch Kinder und Jugendliche waren herzlich willkommen.

[Video] Sehen Sie hier einen Beitrag des SWR zu unserer Mitmach-Aktion (ab Minute 13:00).

Wasser im Wald halten – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Bei starken Regenfällen kann unsere Kulturlandschaft das Wasser immer weniger halten – so auch der Wald. Das führt im Hochsommer zu Wassernot und Dürreschäden und in Regenzeiten schlimmstenfalls zu Hochwasser.

Die Mitarbeitenden des Forstamts Hachenburg sind dabei, verschiedene Lösungsansätze zu entwickeln. Dazu gehört auch das Verschließen von historischen Entwässerungsgräben, die unsere Wälder an vielen Stellen durchziehen und das Wasser aus dem Wald fließen lassen.

Mit heimischem Holz gegen Wassermangel

Im Rahmen der Mitmachaktion wurden alte Entwässerungsgräben mit Spundwänden aus heimischem Holz verschlossen. Dadurch bleibt das Wasser im Wald, kann versickern und versorgt so die Pflanzen und Bäume mit der nötigen Feuchtigkeit. Zusätzlich wurden die Gräben mit Schwarzerlen bepflanzt, die feuchte Standorte bevorzugen und die Durchwurzelung des Bodens fördern – ein weiterer Schritt zur langfristigen Sicherung des Wasserrückhalts. Bei einer kleinen Waldexkursion wurden erfolgreiche Beispiele von Renaturierung erkundet und die spätere Entwicklung des Grabenverschlusses erlebbar gemacht.

„Sauberes Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel für Lebewesen und die Wälder selbst. Wir möchten ein Gefühl für den Wert des Wassers vermitteln und zeigen, dass wir heute gemeinsam für Trinkwasser unserer Enkel arbeiten müssen“, sagt Monika Runkel, die Leiterin des Waldbildungszentrums in Hachenburg.

Mitmachen und Zukunft gestalten

Die Aktion bot eine tolle Gelegenheit für Jung und Alt, aktiv etwas für den Wald zu tun und gleichzeitig mehr über die Bedeutung von Wasser im Wald und die Auswirkungen des Klimawandels zu erfahren. Die Teilnehmenden waren eingeladen, sich aktiv in den Erhalt und Schutz unserer natürlichen Ressourcen einzubringen.

Für einen Mittagsimbiss und Getränke für die fleißigen Helfer:innen war ebenfalls gesorgt. Das Forum Wald und Gesellschaft bedankt sich ganz herzlich bei den vielen helfenden Händen.

Das Bild zeigt: Vater und Sohn bei der gemeinsam gebauten Staustufe im Entwässerungsgraben.
Vater und Sohn bei der gemeinsam gebauten Staustufe im Entwässerungsgraben.
Das Bild zeigt: Die Teilnehmenden bauen mit vereinten Kräften eine Spundwand aus Lärchenholz.
Die Teilnehmenden bauen mit vereinten Kräften eine Spundwand aus Lärchenholz.
Das Bild zeigt: Teilnehmenden bauen eine Staustufe in einen alten Entwässerungsgraben.
Teilnehmenden bauen eine Staustufe in einen alten Entwässerungsgraben.

Exkursionen 2025

Das Forum Wald und Gesellschaft lädt alle Interessierten zu spannenden Exkursionen ein

Das Bild zeigt: einige Menschen stehen im Kreis in einem jungen Wald aus Birken, Buchen und und Ebereschen unterhalten sich.
Exkursion im Nauberg bei Nister

 

Die Exkursionen sind für das Jahr 2025 abgeschlossen. Wir bedanken uns sehr herzlich für die zahlreiche Teilnahme und das große Interesse!


Exkursion "Ökologische Wiederbewaldung"

Exkursion "Wasserrückhalt im Wald"

    Exkursion "Ökologische Wiederbewaldung"

    Das Bild zeigt auf der abgebildeten Schadfläche hat die Sukzession bereits begonnen. Eine Kiste mit Saatgut steht für den Eichelhäher zum Verteilen bereit.
    Eichelhähertisch zur Saatgutverbreitung

     

    Inhalte und Diskussionspunkte:

    Der Westerwald gehört zu den Schadensschwerpunktgebieten der Bundesrepublik Deutschland. Die Exkursion findet im Forstrevier Marienstatt, Forstamt Hachenburg statt. Gezeigt werden junge (2018) und ältere Sukzessionswälder (1985, 1990) in unterschiedlichen Phasen und auf unterschiedlichen Standorten. Mithilfe unserer Pflege- und Behandlungskonzepte entwickeln wir diese Sukzessionswälder zu baumartenreichen, resilienten und ökonomisch leistungsfähigen Wäldern der Zukunft. Der „Demoparcours Ökologische Wiederbewaldung“ zeigt Schadflächen von 2018 sowie sechs Variationen der Aufforstungsflächen von 1990. Sie erwartet ein spannender Austausch zu den Themen Störungsökologie, Totholzerhaltung, ökonomische Bewertungen bis hin zur großen Bedeutung der künstlichen Buchenvorausverjüngung in Nadelbaumreinbeständen.

    • Welchen Wald braucht die Zukunft?
    • Was braucht der Wald von uns um zukunftsfähig zu sein?
    • Wie sieht der Zielwald 2100 aus?
    • Stabile, resiliente Waldökosysteme durch Prozessstabilität und Naturnähe
    • Biodiversität als Teil unserer Bewirtschaftung
    • Ökosystemleistungen für die Gesellschaft: Trinkwasser, Retention, Kühlung...

      Exkursion "Wasserrückhalt im Wald"

      Das Bild zeigt Verschluss eines historischen Entwässerungsgrabens mit Hilfe von Spundwänden aus heimischem Holz. Die zusätzlich gepflanzten Erlen und Weiden sollen den Wasserabfluss langfristig reduzieren.
      Verschluss eines historischen Entwässerungsgrabens

       

      Inhalte und Diskussionspunkte:

      Wasser ist das wichtigstes Nahrungsmittel unserer Waldökosysteme. Im Klimawandel gerät der Wasserhaushalt der Wälder durch Dürren und Starkregenereignisse zunehmend unter Druck. Die Renaturierung der Waldwasserhaushalte ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen und Voraussetzung für das Überleben und die Leistungsfähigkeit unserer Wälder; nicht zuletzt unsere Daseinsvorsorge.

      • Hydrologie der Wälder in Zeiten des Klimawandels
      • Waldbauliche und betriebliche Handlungsfelder
      • Wasserhaushalt des Waldes verbessern: Prophylaxe, Vermeidung und Heilung
      • Konkrete Wasserrückhaltemaßnahmen im Wald und deren Evaluierung
      • Extra: Lernplattform „Wasser“