Wald in Rheinhessen

Baumartenverteilung in Rheinhessen
Baumartenverteilung in Rheinhessen

Bereits frühzeitig wurden die Waldflächen im heutigen Rheinhessen bis auf eine kleine, noch heute vorhandene Restfläche gerodet.

Als alte Kulturlandschaft wird Rheinhessen aufgrund der guten Böden land– und weinbauwirtschaftlich intensiv genutzt. Städte wie Mainz, Alzey und Worms belegen die geschichtliche Bedeutung dieser Landschaft seit dem Mittelalter.

In Rheinland-Pfalz stehen jedem Bürger mehr als 2000 Quadratmeter Waldfläche zur Verfügung; in Rheinhessen sind es dagegen nur 108 Quadratmeter. Die hohe Bevölkerungsdichte verbunden mit einem sehr geringen Waldanteil von unter 5 Prozent belegen aber auch den hohen Stellenwert der vorhandenen Waldflächen für die Erholung der Bevölkerung und den Naturschutz. Im nur 700 Hektar großen Lennebergwald bei Mainz werden eine Million Besucher im Jahr gezählt, im nur 350 Hektar umfassenden Ober–Olmer Wald sind es ca. 250.000 bis 300.000 Erholungssuchende.

Aufgrund der geringen Niederschläge (ca. 500 mm/Jahr) und der relativ hohen Temperaturen (> 10 °C) hat sich das Baumartenverhältnis zu Gunsten des Laubholzes hin entwickelt. Dies überwiegt mit einem Anteil von 80 Prozent, dabei sind wärmeliebende Baumarten wie Speierling und Elsbeere auf dem Vormarsch. Durch die Vielfalt an Standorten von trocken bis nass ist die Vielfalt an Baumarten größer als in manch anderer Region.

 

Klimawandel auf einer Baumscheibe dargestellt
Klimawandel auf einer Baumscheibe dargestellt

Der Klimawandel hat auch im Rheinhessischen Wald tiefgreifende Folgen. Alle wichtigen und Infos sowie Broschüren als Download zum Thema "Wald im Klimastress" finden Sie auf der eigens eingerichteten Seite klimawandel.wald-rlp.de.