Aktuelle Informationen aus dem Bereich des Forstamtes Bitburg

Bodenschutzkalkung im Forstamt Bitburg

Im Forstamtsbereich Bitburg wird Ende Januar 2024, voraussichtlich beginnend in der 4. oder 5. Kalenderwoche, auf den landeseigenen Staatswaldflächen im Bereich von Sankt Thomas eine Bodenschutzkalkung durchgeführt. Es handelt sich um Waldareale entlang der K 82 von St. Thomas nach Neidenbach (linke Seite bis zum Friedhof Mohrweiler), um die Waldareale entlang der Straße von Sankt Thomas nach Bruderholz und an der L24 in Richtung Zendscheid oberhalb des Sägewerks Enders. Zusätzlich um Waldflächen, die sich im Anschluss an die Mühlenstraße in Sankt Thomas zwischen dem Waldbesitz der Gemeinde Kyllburgweiler und dem Privatwald Pieper befinden. Pro Hektar Waldfläche werden drei Tonnen kohlensaurer Dolomitkalk durch Hubschrauberbefliegung ausgebracht. „Eine Bodenschutzkalkung schützt und bewahrt die in diesem Gebiet vorkommenden zur Versauerung neigenden ärmeren Bundsandsteinböden. Den Waldböden kommen als Lebensraum elementare ökologische Funktionen zu, nicht nur im Hinblick auf eine hohe Co2 Speicherung“, so Forstamtsleiter Weis: „Nur ein gesunder Waldboden ist ein Garant für ein intaktes Waldökosystem, für eine Verbesserung der natürlichen Ansamung von Pflanzen, für ein gesundes Baumwachstum und für sauberes Trink- und Quellwasser. Daher bin ich sehr froh, dass dieser so ökologisch wertvolle Waldbereich nach mehr als 20 Jahren nun wieder gekalkt wird.“ Leider beeinträchtigen Luftschadstoffeinträge immer noch spürbar den Bodenzustand, mit der Folge, dass die Waldböden versauern und an essentiellen Nährstoffen verarmen. „Die Bodenschutzkalkung ist keine Düngung. Sie erhält, verbessert oder regeneriert die Biodiversität“, erläutert Revierleiter Thomas Schneider: „Die Kalkung erfolgt im Rahmen der Befliegung parzellenscharf. Da es im Staatswald einige kalkungssensible Bereiche gibt (z.B. Quellaustritte, Gewässer, Fischteiche u.a.m.) wurden diese in Vorabstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde von der Kalkung ausgenommen“.

Eine Vielzahl von Studien, u.a. wissenschaftliche Untersuchungen der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz belegen die Wirksamkeit und die lange Wirkungsdauer der Bodenschutzkalkung.

 

„Der ausgebrachte Kalk ist für die Gesundheit von Menschen, Tiere und Pflanzen unbedenklich. Um jedoch Verschmutzungen an Kleidung oder parkenden Autos sowie Störungen des Walderlebnisses zu vermeiden, werden alle erholungssuchenden Waldbesucher gebeten, an den Flugtagen während der Ausbringungszeiten das Waldgebiet möglichst zu meiden“, so die Empfehlung der Forstamtsleitung.

Forstamt Bitburg - Zuständigkeiten in der Privatwaldbetreuung

Das Forstamt Bitburg ist als Gemeinschaftsforstamt u.a. zuständig für die Beratung privater Waldeigentümer, die im Forstamtsbereich Bitburg Waldflächen besitzen. Die Zuständigkeit für die Betreuung nach Gemarkungen im Forstamt Bitburg ist wie folgt geregelt:

Tim Schumacher (Tel.-Nr.: 0162/2186199) betreut die Gemarkungen:

Auw a.d. Kyll, Badem, Baustert, Beilingen, Bettingen, Birtlingen, Bitburg, Brecht, Brimingen, Dahlem, Dockendorf, Dudeldorf, Enzen, Esslingen, Erdorf, Feilsdorf, Gindorf, Gondorf, Gransdorf, Halsdorf, Herforst, Hisel, Hosten, Hüttingen a.d. Kyll, Hütterscheid, Idenheim, Idesheim, Ingendorf, Irsch, Masholder, Matzen, Meckel, Messerich, Metterich, Mötsch, Mülbach, Niederstedem, Oberkail, Oberstedem, Oberweis, Olsdorf, Ordorf, Orenhofen, Orsfeld, Philippsheim, Pickließem, Preist, Röhl, Spangdahlem, Speicher, Stahl, Scharfbillig, Stockem, Sülm, Trimport, Wettlingen, Wolsfeld.

Alois Junk-Alff (Tel.-Nr.: 0152/28850651) betreut die Gemarkungen:

Balesfeld, Bickendorf, Biersdorf am See, Burbach, Echtershausen, Ehlenz, Etteldorf, Fließem, Hamm, Heilenbach, Kyllburg, Hermesdorf Kyllburgweiler, Ließem, Malberg, Malbergweich, Nattenheim, Neidenbach, Neuheilenbach, Niederweiler, Oberweiler, Rittersdorf, Sankt Thomas, Schleid, Seffern, Sefferweich, Seinsfeld, Steinborn, Usch, Wilsecker, Wiersdorf, Wißmannsdorf.

Bei Fragen der Waldbewirtschaftung, der Förderung oder des Holzverkaufes können sich die Privatwaldbesitzenden gerne an die beiden Mitarbeiter des Forstamtes wenden.