Freizeit im Wald

Wanderer im Wald
Wanderer im Wald

Im Bereich des Forstamtes Simmern befinden sich Sehenswürdigkeiten und Naturdenkmale, bizarre Felsformationen  und historische Stätten. Zahlreiche Rastplätze und Aussichtspunkte laden zum Verweilen und der Argenthaler Waldsee zu einem kühlen Bad ein.
Vom Aussichtsturm des Hochsteinchens bei Rheinböllen und dem Burgfried der Ruine Koppenstein bei Gemünden bieten sich überwältigende Rundblicke auf die Hunsrückhochfläche, den Soonwald und das Naheland. Diese und weitere Aussichtspunkte säumen den Soonwaldsteig.

Soonwaldsteig

Simmerbachbrücke im Naturpark Soonwald-Nahe
Simmerbachbrücke im Naturpark Soonwald-Nahe

Der mit dem deutschen Wandersiegel ausgezeichnete Soonwaldsteig ist ein 85 km langer Fernwanderweg führt in sechs Etappen von Bingen ausgehend durch den Bingerwald, den Soonwald und den Lützelsoon bis nach Kirn. Unabhängig davon, ob Naturliebhaber die Treckingcamps oder in der Nähe befindliche Unterkünfte nutzen, bietet der Pfad weitestgehend ungestörte Naturerlebnisse, Geschichte und Geschichten.  

Naturpark Soonwald-Nahe

Ausblick vom Burgturm der Ruine Koppenstein
Ausblick vom Burgturm der Ruine Koppenstein

Große Teile der vom Forstamt Simmern betreuten Wälder liegen im Bereich des Naturpark Soonwald-Nahe. Dieser Link führt zum Veranstaltungsprogramm "Erlebnisse 2024".

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Hunsrück-Nahe Gebiet Aktionsraum von Räuberbanden

Schinderhannesturm und Denkmal in Simmern
Schinderhannesturm und Denkmal in Simmern

In diesen unruhigen Zeiten, die linksrheinischen Gebiete waren von Frankreich besetzt, gedieh im Hunsrück-Nahe-Gebiet ein blühendes Räuberwesen. Häufig tat sich der Sohn eines Abdeckers (Schinders), Johannes Bückler, als charismatischer Anführer einer solchen Verbrecherbande hervor und erhielt dadurch einen zweifelhaften Bekanntheitsgrad. Das Leben des "Schinder-Hannes" spielte sich wohl häufig im Wald ab. Regelmäßig wurde von ihm und seinen stets wechselnden Bandenmitgliedern Unterschlupf in Mühlen, Burgruinen, Höhlen oder einsamen Köhlersiedlungen gesucht. Zumeist benutzte er dabei auch den damals lichten Soonwald als Rückzugsraum bis er im Februar 1799 gefangen genommen und in dem nach ihm benannten Schinderhannesturm in Simmern festgehalten wurde. Nach sechsmonatiger Gefangenschaft konnte er fliehen und setzte seine kriminelle Laufbahn fort. Im Frühling 1802 konnte der Schinderhannes in Hessen festgenommen werden. Er wurde an die Franzosen ausgeliefert und nach einem Prozess gegen ihn und 19 seiner Bandenmitglieder am 21.10.1803 in Mainz hingerichtet.
Trotz oder gerade wegen seines dubiosen Lebenswandels wurde Johannes Bückler zum Volkshelden. So überrascht kaum, dass der "Schinderhannes" heute nicht nur Namensgeber für diverse Höhlen, Landmarken und Straßen sondern auch Werbefigur für zahlreiche lokale Produkte und Gastronomiebetriebe geworden ist.
 

Eremitage Maria Reizenborn

Eremitage Maria Reizenborn Riesweiler
Eremitage Maria Reizenborn Riesweiler

Bereits im Mittelalter war die Quelle "Reizenborn" bekannt. Hier führte der Wallfahrtsweg nach Spabrücken vorbei, der später in Vergessenheit geriet. Aber um 1700 blühte nach der Errichtung eines Franziskanerklosters in Spabrücken diese Wallfahrt wieder auf und die Quelle "Reizenborn" erfuhr dadurch eine entsprechende Aufwertung. Bereits um 1718 wird hier von einem Einsiedler berichtet. Durch diesen Einsiedler und den Bau der Kapelle kam das ganzjährige Volkswallfahrtswesen am Reizenborn in kirchliche Zuständigkeit. Die später verwaiste Eremitage und die Kirche wurden 1796 geplündert und aufgegeben. 
Bei Freilegungsarbeiten am Reizenborn kamen 1985 die Grundmauern der ehemaligen Gebäude wieder zu Tage und in den Jahren 1985 bis 1986 hat die Gemeinde Riesweiler mit Unterstützung des Landkreises, der Stadt Simmern und der Bundesanstalt für Arbeit den Platz der ehemaligen Eremitage am Reizenborn neu gestalten lassen um an dessen historische Bedeutung für die Region zu erinnern. Heute finden hier ab und zu wieder Gottesdienste unter freiem Himmel statt.