Das Forstamt informiert


Bodenschutzkalkung

Im Forstamtsbereich Hinterweidenthal wird in der Zeit vom 06.10.2025 bis voraussichtlich 12.12.2025 auf einer Waldfläche von rund 937 ha eine Bodenschutzkalkung durchgeführt. Pro Hektar Waldfläche werden drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk ausgebracht. Die Verteilung erfolgt mit speziell ausgerüsteten Hubschraubern.

Folgende Gebiete sind davon betroffen:

  • Bereich Münchweiler: Langenberg, Finsterdell, Herzbrünnel, Opferstein, Rotsuhl, Schwarzsuhl, Rotensteiner Kaut, Waschtal Wallmersbach

  • Bereich Hauenstein: Mühlenberg, Hirtenbach, Sommerseite, Platte, Russenkuppe

Die genauen Befliegungsgebiete mit detailllierten Zeiträumen werden zwischendurch in den Amtsblättern nochmal veröffentlicht!

Es wird in diesen Zeiträumen zu Beeinträchtigungen der Waldbesucher kommen. Danke für Ihr Verständnis!

Allgemeine Information: Unseren Waldböden kommen elementare ökologische Funktionen zu. Nur ein gesunder Waldboden ist ein Garant für ein intaktes Waldökosystem, gesundes Baumwachstum und sauberes Wasser. Leider ist die Erfüllung dieser überaus wichtichten Bodenfunktionen vor allem durch übermäßige Luftschadstoffeinträge - trotz Verbesserung der Luftreinhaltung - nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet. Unsere Waldböden versauern und verarmen an essentiellen Nährstoffen. Die Bodenschutzkalkung ist keine Düngung. Die Bodenschutzkalkung dient der Erhaltung der duruch Bodenversauerung und Nährstoffverarmung gefährdeten Bodenfunktionen und der natürlichen Bodendiversität, Verringerung der Schwermetallmobilität und damit der Gefährdung des Grund- und Quellwassers sowie zur Stabilisierung der Waldökosysteme.

Eine Vielzahl von Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) belegen eingehend die Wirksamkeit und lange Wirkungsdauer der Bodenschutzkalkung.

Der ausgebrachte Kalk ist für den Menschen gesundheitlich unbedenklich. Um jedoch Verschmutzungen an Kleidung oder parkenden Autos sowie mögliche Beschädigungen durch das Herabfallen von kleineren Kalkbrocken und sonstigen Störungen zu vermeiden, sollte das beflogene Waldgebiet während der Ausbringungszeiten gemieden werden.

Rückfragen können Sie gerne an das Forstamt richten.


Weihnachtsbaumverkauf 2025

Auch dieses Jahr können wieder Weihnachtsbäume in den Gemeinden Hinterweidenthal und Wilgartswiesen erworben werden!

Mit einem Klick auf die entsprechende Gemeinde gelangen Sie zu weiteren Informationen zur jeweiligen Veranstaltung.


Waldjugendspiele

Termine 2026 und Siegerklassen 2025

Am 6. Mai 2026 finden an unserem Standort in Wilgartswiesen wieder die Wald-Jugendspiele statt!

Die dazugehörigen Informationen finden Sie Hier.


UVV-Tag am Forstamt Hinterweidenthal

Sicherheit im Fokus

Erste Hilfe Übung
UVV-Tag Erste Hilfe
Transport
UVV-Tag Transport
Rettungsübung
UVV-Tag Rettungsübung

Beim diesjährigen UVV-Tag am 24.10.2025 im Forstamt Hinterweidenthal standen Arbeitssicherheit, Erste Hilfe und praxisnahme Weiterbildung im Fokus. Gemeinsam mit der Firma EMT Academy sowie dem örtlichen Rettungsdienst wurden aktuelle Themen rund um Unfallverhütung, Rettungskette und Erste-Hilfe-Maßnahmen aufgefrischt und vertieft.

Zu Beginn des Tages wurde über die wichtigen Neuerungen und Änderungen in den Betriebsanweisungen informiert. Dabei ging es insbesondere um die aktualisierten Vorschriften bezüglich des Umgangs mit Motorsägen und Maschinen, persönliche Schutzausrüstung und Ladungssicherung. Im Anschluss wurde die Bedeutung von Gefährdungsbeurteilungen hervorgehoben - von der Einschätzung von Risiken bei Fällarbeiten bis hin zu organisatorischen Schutzmaßnahmen und der Verantwortung jedes Einzelnen, Sicherheitsmängel frühzeitig zu erkennen und zu verhüten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Rettungskette-Forst, die im Ernstfall überlebenswichtig ist. in der theoretischen Einführung wurde der Ablauf vom Erkennen eines Unfalls über die Erste Hilfe bis hin zur Notrufabsetzung und Einweisung des Rettungsdienstes am Rettungspunkt erklärt. Die Teilnehmenden wurden dabei auch an die Bedeutung der forstlichen Rettungspunkte erinnert, denn nur wer den Standort genau kennt, kann im Notfall schnell Hilfe anfordern.

Nach dem theoretischen Teil folgte die praktische Erste Hilfe Unterweisung durch Mitarbeiter der EMT Academy. Hier konnten alle Teilnehmenden ihr Wissen auffrischen und unter realitätsnahen Bedingungen anwenden. Geübt wurden unter anderem die Herz-Lungen-Wiederbelebung, Wundversorgung und Blutstillung. Besonders wertvoll war dabei die praxisnahe Anleitung der Ausbilder, die viele hilfreiche Tipps aus der Praxis vermittelten.

Zum Abschluss des Tages fand eine Notruf- und Rettungsübung im Wald statt. Dabei wurde ein realistisches Unfallgeschehen simuliert, bei dem die Teilnehmenden die gesamte Rettungskette praktisch durchliefen (vom Absetzen des Notrufs über die Einweisungs der Rettungskräfte bis hin zur Versorgung der verletzten Person durch das Rettungsteam). Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig gute Vorbereitung, klare Kommunikation und Teamarbeit im Notfall sind.

Der UVV-Tag bot eine gelungene Kombination aus Theorie und Praxis. Alle Beteiligten konnten ihr Wissen auffrischen, Sicherheit im Umgang mit Gefahrensituationen gewinnen und die Zusammenarbeit mit Rettungskräften intensivieren. 

Ein besonderer Dank gilt der EMT Academy, dem Rettungsdienst Südpfalz GmbH, der Leitstelle Landau und der Freiwilligen Feuerwehr Hauenstein, die mit ihrer fachlichen Kompetenz und praxisnahen Anleitung maßgeblich zum Erfolg dieses Sicherheitstages beigetragen haben.

Autorin: Landesforsten.RLP.de / Nadine Dockweiler


Naturschutzfachliche Begehung der Biotopfläche „Auf der Heide“ Hinterweidenthal

Autorin: Fabienne Gebhardt

Das Bild zeigt: Blick über die Biotopfläche
Blick über die Biotopfläche
Das Bild zeigt: Als gefährdet eingestufter Ampfer-Purpurspanner (Lythria cruentaria)
Als gefährdet eingestufter Ampfer-Purpurspanner (Lythria cruentaria)
Das Bild zeigt: Die gut getarnte blauflüglige Ödlandschrecke (Oedipodia caerulescens)
Die gut getarnte blauflüglige Ödlandschrecke (Oedipodia caerulescens)
Das Bild zeigt: Zahlreiche Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices)
Zahlreiche Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices)
Das Bild zeigt: Der ausdauernde Knäuel (Scleranthus perennis)
Der ausdauernde Knäuel (Scleranthus perennis)
Das Bild zeigt: Der als gefährdet eingestufte Berg-Haarstrang (Peucedanum oreoselinum)
Der als gefährdet eingestufte Berg-Haarstrang (Peucedanum oreoselinum)

Am Freitag, den 18.07.2025 fand eine Begehung der Biotopfläche „Auf der Heide“ zwischen Hinterweidenthal und Salzwoog statt, um den Naturschutz mehr in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken. Kostenfrei waren alle Naturinteressierten eingeladen, das Artenspektrum der Flora und Fauna auf dem Sandmagerrasen zu erleben und kennenzulernen. Naturschutzfachliches Wissen wurde von den Biotopbetreuern des Landkreises Südwestpfalz vermittelt: Konrad Scheib, Claudia Endres und Karin Feick-Müller. Auch der zuständige Revierförster von Hinterweidenthal, Axel Werner, sowie mehrere Interessierte des Forstamtes Hinterweidenthal konnten ihre Artenkenntnisse zusätzlich vertiefen.

Der Bereich „Auf der Heide“ umfasst eine Offenlandfläche mit den Lebensraumtypen „magere Flachland-Mähwiesen“ auf armen sandigen Buntsandstein-Böden und „Silbergrasrasen auf Binnendünen“. Mit den angrenzenden Waldrändern erstreckt sich das Gebiet über insgesamt 55 ha.

Bis in die 1970er Jahre wurde „Auf der Heide“ noch Landwirtschaft betrieben. Mit deren Rückgang folgte Sukzession oder streifenweise aktive Aufforstung mit Fichte. Als Relikt der landwirtschaftlichen Nutzung findet sich vereinzelt noch der stark gefährdete Lämmersalat (Arnoseris minima). Da es sich sowohl um ein Natura-2000-Gebiet als auch ein gesetzlich geschütztes Biotop nach LNatSchG handelt, werden seit ca. 25 Jahren Offenhaltungsmaßnahme für den Schutz und Erhalt des Biotops durchgeführt. Über Vertragsnaturschutz erfolgt eine Beweidung mit Schafen in den Randbereichen, um die Sukzession aufzuhalten und eine Mahd im Zentrum, bei der Streifen für Insekten belassen werden. Zudem wird die Entstehung von frischen offenen Sandflächen aktiv und passiv gefördert sowie die Ausbreitung der spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina) oder der amerikanischen Kermesbeere (Phytolacca americana) als Neophyten aktiv verhindert.

Gleich zu Beginn der ca. 1,5-stündigen Begehung zeigte sich an einer ehemaligen oberirdischen Stromtrasse das Borstgras (Nardus stricta) als typische Vegetation des Sandmagerrasens. Auf dem sandigen Weg mitten durch das Gebiet hindurch brummte und hüpfte es durchgehend. Grabwespen (Spheciformes), Sandwespen (Ammophila) und Wegwespen (Pompilidae)zeigten sich immer wieder, wenn sie aus ihren unterirdischen Behausungen ausflogen. Der Heidegrashüpfer (Stenobothrus lineatus), die blauflüglige Ödlandschrecke (Oedipodia caerulescens) und verschiedene Heuschrecken-Arten, wie z.B. der als gefährdet eingestufte Warzenbeißer (Decticus verrucivorus) sorgten für ein akkustisches Erlebnis. Auch der gefährdete Ampfer-Purpurspanner (Lythria cruentaria) ließ sich mit der Kamera einfangen.

Weiter ging es zu einer geologischen Besonderheit: eine Binnendüne im Pfälzerwald. Diese entstand nach der letzten Eiszeit durch großräumige Verwehung von Flugsanden, welche u.a. an der Heide angeweht wurden und sich dort ablagerten. Auf frischen Sandflächen wachsen das als gefährdet eingestufte Silbergras (Corynephorus canescens), der Bauernsenf (Teesdalia nudicaulis), die Berg-Sandrapunzel (Jasione montana), der ausdauernde Knäuel (Scleranthus perennis) und das kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella). Der Feld-Thymian (Thymus pulegioides) am Rand der Düne bietet ausreichend Nahrung für das Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices). Da die Düne zentral in einer Wegekreuzung liegt, muss sie dauerhaft gegen Befahrung geschützt sein; momentan mit liegenden Stämmen.

Zum Abschluss wurden am Waldrand die europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) und der als gefährdet eingestufte Berg-Haarstrang (Peucedanum oreoselinum) gezeigt. Hier flog eine rheinland-pfälzische Verantwortungsart, die als stark gefährdet eingestuft ist: der violette Feuerfalter (Lycaena alciphron). Außerdem war der gefährdete weiße Waldportier (Brintesia circe) zu bestaunen. Auch für die vom Aussterben bedrohte Vogelarten Heidelerche (Lallula arborea) und Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) wäre die Heide ein idealer Lebensraum. Aktuell sind beide Arten aber nicht vorhanden, da es zu viele Störungen für deren Brut gibt.

Besonders Interessierte blieben im Anschluss noch deutlich länger auf Erkundungstour. An diesem Abend wurde somit deutlich, wie sich das Biotop „Auf der Heide“ historisch entwickelt hat und wie die z.T. seltene und gefährdete Flora und Fauna wechselseitig voneinander profitieren. Das so gewonnene Wissen über die ökologische Wertigkeit des Gebiets „Auf der Heide“ beeinflusst im besten Falle das Verhalten seiner Besucher.


Illegale Müllentsorgung im Wald

Da es in letzter Zeit zu vermehrten Ablagerungen von Müll und Grünabfällen kommt. Hier der Hinweis für die Waldbesucher. Sollten Sie eine derartige Ablagerung festellen kontaktieren sie das zuständige Forstamt. Dass das Abladen von Grünabfällen im Wald oder anderswo in der Natur keine Kleinigkeit ist, zeigt sich auch anhand der Bußgelder, die für eine solche Ordnungswidrigkeit erhoben werden: Bis zu 20.000 Euro Bußgeld können bei illegaler Gartenabfall-Entsorgung im Wald anfallen.

Wer seinen Grünschnitt oder sonstigen Müll illegal im Wald oder auf Feldern und Wiesen entsorgt, schadet der Umwelt. Im schlimmsten Fall kann er das Grundwasser verunreinigen oder auch dazu führen, dass Wildtiere sich vergiften. Deshalb drohen bei diesem Verstoß auch hohe Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.

Daher unsere Bitte, haltet die Umwelt, den Wald und eure Umgebung die euch am Herzen liegt sauber, oder es kann für den Verursacher zu einer teuren Angelegenheit werden. 

Autor: Ingo Berger/Landesforsten.RLP.de

 


Besucherverkehr am Forstamt

Für eine Anfrage oder Termin bitten wir Sie, dies telefonisch oder schriftlich per E-Mail an uns zu richten. Der Verkauf von Wild erfolgt am Nebengebäude des Forstamtes. 

Sie erreichen uns zu folgenden Öffnungszeiten .

Telefon: 06396-9109600

E-Mail: Forstamt.Hinterweidenthal(at)wald-rlp.de