Zonierung

Auf Grundlage einer Internationalen Leitlinie (Biosphärenkonferenz von Sevilla, 1995) besteht die Ansicht, dass die Ziele eines Biosphärenreservates am besten mit Hilfe einer Zonierung in Kern-, Pflege- und Übergangszone zu erreichen sind. Diese lassen sich grob folgendermaßen charakterisieren:

Kernzone:
Vom Menschen nahezu unbeeinflusstes Gebiet (etwa 3 Prozent der Gesamtfläche des Biosphärenreservates). Sie kann aus mehreren Teilflächen bestehen. Die Dynamik ökosystemarer Prozesse soll darin ungestört ermöglicht werden.

Pflegezone:
Sie dient der Erhaltung und Pflege, der durch menschlichen Einfluss entstandenen Ökosysteme. Sie soll die Kernzone(n) umschließen, (mindestens 10 Prozent der Fläche des Biosphärenreservates).

Entwicklungszone:
Sie dient als Wirtschafts-, Lebens-, und Erholungsraum für die Bevölkerung und ist durch nachhaltige Nutzung geprägt.
Diese Leitlinie wird durch unterschiedliche Gesetzeslagen und Arbeitsgruppen ergänzt und präzisiert (zum Beispiel Bundes-Naturschutzgesetz, Arbeitsgruppe Biosphärenreservate in Deutschland).

Innerhalb des Forstamtes sind große Flächen mit diesen Zonen belegt.

 

Historie - Anfang - Biosphärenreservat

Der Name Pfälzerwald geht auf eine Zusammenkunft pfälzischer Forstleute im Jahr 1843 zurück. Die gefassten Beschlüsse wurden in einer Denkschrift niedergelegt, mit dem Titel: "Forstliche charakteristische Skizze der Waldungen auf dem bunten Sandsteingebirge der Pfalz, welche hier unter dem Namen Pfälzerwald bezeichnet werden".

Die Erklärung zum Naturpark, der mit etwa 180.000 Hektar das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands darstellt, erfolgte 1958. Im Jahr 1982 wurde eine Trägerorganisation in Form einer Gebietskörperschaft ins Leben gerufen (Naturpark Pfälzerwald e. V.). Im November 1992 kam es zur formalen Anerkennung des Biosphärenreservates Naturpark Pfälzerwald. Dabei bildet die Fläche des Naturparks einen Teil des Deutsch-Französischen Biosphärenreservates Pfälzerwald/ Vosges du Nord.

 

 

     

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    Karte Kernzone