Grenzsuche per GPS

Das Suchen von Parzellen, Grenzen und Eigentümern ist Alltagsgeschäft der Privatwaldbetreuenden bei Landesforsten Rheinland- Pfalz. Selbst vielen Waldbesitzenden ist die Lage ihrer Parzelle oder der genaue Grenzverlauf unklar. Hinzu kommt, dass im Privatwald zahlreiche Grenzen nicht versteint sind. Aufgrund des Splitterbesitzes, der Gemengelage und der unklaren Grenzverläufe im Kleinprivatwald, ist die GPS- gestützte Technik ein wichtiges Instrument der Försterinnen und Förster. Es konnten Lösungen etabliert werden, die das Aufsuchen von Grenzpunkten und Grenzverläufen ermöglichen. Das betriebliche Geoinformationssystem von Landesforsten (GIS), bietet den Mitarbeitenden zudem Informationen zu Geobasis- und Katasterdaten, die bei der Arbeit im Wald mobil abgerufen werden können.

Harvestertechnologie

Mit dem Harvester lassen sich Hiebsmaßnahmen in rasantem Tempo zum Abschluss bringen. Die Forsttechnik bietet für sämtliche Anforderungen Lösungen, die längst nicht mehr lediglich auf die Dimension des zu erntenden Holzes abgestimmt sind. Es gibt Maschinensysteme deren technische Ausstattung auf schwierige Geländebedingungen abgestimmt sind und dadurch auch vielseitig einsetzbar sind. Wie im Öffentlichen Wald, ist es auch im Privatwald beim Maschineneinsatz das prioritäre Ziel, Schäden am Boden zu vermeiden und die Befahrung des Waldbodens auf das absolute Minimum zu reduzieren. Das Ansehen der Privatwaldbetreuenden ist deshalb die Zusammenarbeit mit Forstunternehmen, die über entsprechendes Gerät verfügen und Bewirtschaftungsblöcke mit unterschiedlichen Herausforderungen in einer Hand bearbeiten können. Unklare Grundstücksgrenzen sind ein immer wieder auftauchendes Problem bei der Bewirtschaftung des kleinstrukturierten Privatwaldes. Moderne Harvestertechnologie hat dazu Lösungen konzipiert, die mittlerweile in Pilotprojekten im Privatwald zur Anwendung kommen. Mittels GPS- und Korrektursignal ist die Position des Harvesterkopfes in der Fläche lokalisierbar und der anzufahrende Baum dem jeweiligen Eigentümer zuordbar. 

Monitoring mit Drohnen

Der Einsatz von Drohnen hat sich unlängst in die gängigen Arbeitsmethoden der Försterinnen und Förster integriert. Sie bieten eine wertvolle Unterstützung bei der Erkundung von Wäldern. Auch im Privatwald nutzen wir die Vorteile der Geräte. Per Drohne lässt sich der Handlungsbedarf in vielen Fällen feststellen, woraufhin die gezielte Ansprache der Waldbesitzenden erfolgen kann.

Besonders im Bereich des Schadholzmonitorings bewährt sich das Überfliegen einzelner Bestände und ganzer Waldgebiete. Schäden im Kronenbereich lassen sich lokalisieren und Ausmaße sich eindeutiger abschätzen. Sichtungen vom Boden aus sind aufwendiger, können durch Drohnen allerdings nicht ersetzt werden.

Nach Sturmereignissen findet die erste Schadensaufnahme oft per Überfliegung statt. Besonders kurz nach dem Sturm ist der Aufenthalt im Wald gefährlich. Versperrte Wege machen einen Überblick aus den Fahrzeugen in der Regel über Tage hinweg gänzlich unmöglich, bis die ersten Arbeiten zum Räumen der Wege begonnen haben. Durch die Sichtung aus der Luft können sich die Privatwaldbetreuenden frühzeitiger mit der Kontaktaufnahme zu den Waldbesitzenden befassen.