Waldbauvereine - zusammen stark für den Privatwald

Im Waldland Rheinland-Pfalz mit insgesamt 224000 Hektar Privatwald gehören 70 Prozent (immerhin rund 154000 Hektar!) der Privatwaldflächen Eigentümern, deren gesamte Waldfläche unter 20 Hektar umfasst. Im Durchschnitt sind die Flächen sogar kleiner als ein Hektar. Diese Zahl verdeutlicht die Notwendigkeit, sich in freiwilligen Zusammenschlüssen zu organisieren.

Eine Mitgliedschaft im Waldbauverein lohnt sich. Denn die auch als forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse bezeichneten Vereine helfen den Waldbesitzenden, ihre Wälder wirtschaftliche zu pflegen und zu nutzen. Sie bündeln die Interessen der Waldbesitzer – bei voller Wahrung der Eigentumsrechte – und bieten ihren Mitgliedern Informationen und Hilfestellung. So veranstalten die Zusammenschlüsse zum Beispiel regelmäßig Schulungsveranstaltungen oder Exkursionen zu verschiedenen Themenschwerpunkten, unterstützen ihre Mitglieder bei der Beschaffung von Material und Dienstleistungen, beim Holzverkauf, dem Umgang mit der SVLFG oder bei Verwaltungsangelegenheiten. Darüber hinaus können sich die Mitglieder über die Vereine günstig gegen Waldbrand versichern lassen.Die Waldbauvereine bieten ihren Mitgliedern auch vielerorts an, sich einer Gruppenzertifizierung nach den Standards des PEFC anzuschließen.

Die Waldbauvereine in Rheinland-Pfalz sind als forstliche Zuasmmenschlüsse nach Bundeswaldgesetz anerkannt. Insgesamt gibt es 25 Waldbauvereine im Land, in denen rund 16.500 Kleinwaldbesitzer organisiert sind. Sie sind in der Abteilung Privatwald-Zusammenschlüsse beim Waldbesitzerverband zusammengefasst. Die Privatwaldbesitzer solcher dem Verband angehörender Zusammenschlüsse sind somit korporativ auch Mitglied des Waldbesitzerverbandes.

Vielerorts findet eine aktive Zusammenarbeit zwischen den Waldbauvereinen und den Mitarbeitenden der örtlich zuständigen Forstämter statt. 

Den für sie zuständigen Waldbauverein finden Sie hier.