Vermarktung von Holz aus dem Privatwald
Vielfältige Produkte im Wald
© Landesforsten.RLP.de / David Ris

Die Produktpalette in den Wäldern ist vielfältig und die Preisspanne zwischen den Qualitäten entsprechend groß. Waldbesitzer müssen zunächst den Zugang zum Markt finden, um angebrachte Preise erzielen zu können. Besonders Eigentümer mit wenig Waldfläche, bieten Holz unregelmäßig und in geringen Mengen an. Diese werden bei wertoptimierter Sortierung des Holzes zudem in kleinere Positionen gesplittet. Für die Sägewerke und den Rundholzhandel sind Kleinmengen oft unattraktiv, sofern sie nicht mit Holz anderer Waldbesitzer in der Umgebung ergänzt werden können.
Für die Privatwaldbesitzer besteht die Möglichkeit, selbst den Kontakt zu Holzkunden zu suchen, oder sich an eine professionelle Holzvermarktungsorganisation zu wenden. Generell vermarktet Landesforsten Rheinland- Pfalz kein Holz für kommunale und private Waldbesitzer. Lediglich dann, wenn keine zumutbare Vermarktungsalternative besteht, kann der Holzverkauf durch das Forstamt bearbeitet werden. Jedoch haben sich private und kommunale Holzvermarktungsgesellschaften auf diese Arbeit spezialisiert. Waldbauvereine und Kommunen sind Träger dieser Gesellschaften, weshalb sie sich als waldbesitzereigene Unternehmen bezeichnen können.
Holzverkäufe professionell organisiert
Die Kernaufgabe der Holzvermarktungsgesellschaften ist die Vermarktung zu marktkonformen Preisen und Bedingungen. Sie sichern den Absatz von verschiedensten Sortimenten der gängigsten Baumarten, aber auch von Sondersortimenten, indem sie Geschäftsbeziehungen mit Kunden der Branche aufbauen und Verträge mit ihnen schließen. Die Waldbesitzer sind die Lieferanten zur Erfüllung dieser Verträge und erhalten so die Möglichkeit, in den Genuss angebrachter Preise zu kommen. Die Holzvermarkter sammeln kleinere Positionen, die abfuhrbereit an der Waldstraße lagern, sodass lohnenswerte Mengen zustande kommen und dem Käufer gebündelt angeboten werden können. Auf diese Weise entstehen gemeinschaftliche Holzverkäufe, an denen mehrere Waldbesitzer teilnehmen.
Der Verkaufsprozess

Zahlreiche Mobilisierungsprojekte und Holzerntemaßnahmen mit Unternehmereinsatz im Privatwald werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forstämter organisiert und begleitet. Alle Privatwaldbesitzenden der Umgebung können sich den sogenannten Maßnahmenblöcken anschließen. Die Holzvermarktungsgesellschaften übernehmen auch in diesen Fällen die Vermarktung des anfallenden Holzes. Nehmen Sie bei Interesse einfach Kontakt zu dem für Sie zuständigen Forstamt auf.
Auch wenn Sie Ihr Holz selbst fällen und bereitstellen wollen, unterstützen wir Sie gerne. Unsere Privatwaldbetreuenden beraten Sie zur Einschätzung der Qualität Ihres Holzes. Wir raten grundsätzlich dazu, sich vor dem Beginn des Einschlages über die Absatzmöglichkeiten und die Aushaltungskriterien der einzelnen Sortimente je Qualität zu informieren und den Verkauf sicher abzuklären. Es ist nicht ratsam, Holz einzuschlagen und es erst nachträglich auf die Vorgaben der Sägewerke und Holzindustrie anzupassen.
Auf der Suche nach dem Kontakt zu einer Holzvermarktungsgesellschaft, helfen Ihnen die Forstämter gerne weiter.
