Sieben Forstwirtinnen und achtunddreißig Forstwirte aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben 2024 erfolgreich ihre Ausbildung zur/zum Forstwirtin und Forstwirt beendet.
Die Chancen auf ein Arbeitsverhältnis sind hervorragend. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in Landesforsten, den Kommunen, den Unternehmen und den privaten Forstbetrieben wird auch dieser Prüfungsjahrgang nicht decken können. Um aus den Grußworten der 1. Beigeordneten der VG Hachenburg, Frau Natalie Benner, zu zitieren: "Die Natur findet ihren Weg, sie werden mit Ihrem Beruf die Natur auf Ihrem Weg unterstützen".
Der Wiederaufbau bzw. die Erhaltung und Pflege klimaresilienter und artenreicher Wälder benötigt hochqualifiziertes Fachpersonal, damit der Wald all seine Ökosystemleistungen, von CO2-Bindung über Trinkwasserlieferant, Lebensraum, Rohstofflieferant und Erholungsraum auch in Zukunft erbringen kann. Hierfür haben die rheinland-pfälzischen und saarländischen Auszubildenden eine in der Regel 3-jährige duale Ausbildung absolviert. Die betriebliche Ausbildung in den staatlichen, kommunalen und privaten Ausbildungsbetrieben werden durch insgesamt 9 überbetriebliche Lehr-Module am Waldbildungszentrum Rheinland-Pfalz in Hachenburg vertieft. Dort finden auch die Zwischen-und Abschlussprüfungen statt.
Die Leiterin des Waldbildungszentrums, Frau Monika Runkel, begrüßte am 12.07.2024 die neuen Fachkräfte sowie zahlreiche Gäste aus den Ausbildungsbetrieben, der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowie den Forstverwaltungen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland anlässlich einer Feierstunde am Waldbildungszentrum in Hachenburg. Christoph Kiefer vom Saarforst Landesbetrieb richtete Grußworte an die erfolgreichen Absolventen.
In der Festrede von Bernhard Frauenberger, vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz, betonte dieser die Wichtigkeit des Waldbildungszentrums in der Kontinuität der Betreuung unserer Wälder durch eine kontinuierliche Aus-, Fort- und Weiterbildung des Fachpersonals, aber auch der Bürger als Zielgruppe. An die neuen Fachkräfte gerichtet betonte er, dass sie die Expertinnen und Experten sind die es braucht, um die Herausforderungen des Klimawandels an den Wald, als eines der größten Landökosysteme, meistern zu können.
Vom Präsidenten der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ökonomierat Michael Horper, dem Fachbereichsleiter Forst der Landwirtschaftskammer, Dr. Jürgen Becker, Hauptpersonalrates Landesforsten Andreas Gaspar und der Leiterin vom Forstamt Hachenburg Waldbildungszentrum Frau Runkel wurden anschließend die Gesellenbriefe überreicht.
Aus der vielfältigen Überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) am Waldbildungszentrum Rheinland-Pfalz stellte Florian Leidig, Fachlehrer in der ÜBA in einer Diashow einige Impressionen der 3-jährigen Ausbildung vor. Insbesondere für die Wahlpflichtmodule, die jeder und jede Auszubildende in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben selbst wählen konnte, stellte der Fachlehrer die besondere Motivation heraus, mit der die Generation Z an die unterschiedlichen Ausbildungsaufgaben heranging.
Der Prüfungsausschussvorsitzenden Herrn Frank Feiten und die Personalvertretung der Landesforsten Rheinland-Pfalz, Herrn Andreas Gasper, überbrachten zum Schluss der rund 2-stündigen Feierstunde weitere Grüße. Stellvertretend für das Team des Waldbildungszentrums gratulierte die Leiterin der Dienststelle Forstamt Hachenburg und Waldbildungszentrum, Frau Monika Runkel.
Als Waldbildungszentrum freuen wir uns, die/den Ein- oder Anderen schon in wenigen Jahren in einer Fortbildung zur/zum Forstwirtschaftsmeisterin oder Forstwirtschaftsmeister zu sehen.

