Waldnachrichten © stock.adobe.com / Anton

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Klimaschutz ist nachhaltiger Waldschutz

1.  Unsere Werte sind ein machtvoller Hebel
Wenn sich Menschen der Dinge, der Eigenschaften und der Beziehungen vergewissern, die ihnen viel bedeuten und an denen sie deshalb ihre Entscheidungen orientieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass damit Veränderungen bewirkt werden. Immer wieder an das Wertegebäude der Nachhaltigkeit und des „Guten Lebens“ zu appellieren, ist ein wirkmächtiger Ansatz.

2. Sich den Zusatznutzen verdeutlichen
Bei einer Kampagne, die für die Klimakrise relevant ist, muss das Klima nicht immer im Mittelpunkt stehen. Fachleute empfehlen, ergänzend zu den unmittelbaren Gründen für Klimaschutz die sog. „Co-Benefits“ wie Gesundheit, soziale und globale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Entwicklung oder Vermeidung von Luftverschmutzung zum Thema zu machen.

3. Herausforderungen sind in der Gruppe viel besser zu bewältigen
Wer kennt sie nicht, diese deprimierenden Fragen: „Was kann ich alleine denn bewirken? Was zählt meine einzelne Stimme schon?“. Beim Thema Klimaschutz trifft diese Annahme bei Weitem nicht zu. Es ist erwiesen, dass die Mehrheit der Bundesbürger*innen in der Klimakrise eine größere Bedrohung sieht als in der Corona-Pandemie. Wir sind demnach nicht allein und können selbst in kleinen Gruppen durch gegenseitige Motivation und Unterstützung sehr, sehr viel bewirken.

4. Die kleinen Anstupser
Seit mehr als 50 Jahren untersuchen Psychologen schon, wie durch kleine Anreize (engl.: nudges) Rahmenbedingungen so verändert werden können, dass Menschen sich anders verhalten. Beispiele dafür sind die tägliche Erinnerung an ein bestimmtes Vorhaben durch einen Handy-Alarm, der Einkaufswagen-Chip aus Holz im Geldbeutel, die Fliege im Urinal oder aber auch der berühmte Knoten im Taschentuch.

5. Unser Verstand ist von unseren Gefühlen abhängig, nicht umgekehrt!
Es ist ein Mythos, dass der Mensch seine Entscheidungen als vernunftbegabtes Wesen trifft. 99 Prozent der mentalen Prozesse laufen außerhalb des bewussten Denkens ab, wissen wir heute. Mehr noch - wir benutzen unseren Verstand oft dazu, um ein bereits getroffenes emotionales Urteil zu bestätigen. Folglich müssen wir uns verstärkt den Emotionen zuwenden, wenn wir beim Klimaschutz wirklich etwas bewirken wollen.