Waldnachrichten © Anton - stock.adobe.com

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Der Wald gewinnt neue Forstwirtschaftsmeister*innen

19 Forstwirt*innen legten in Hachenburg erfolgreich die Meisterprüfung ab
Wie man Spechthöhlen oder Biotope im Wald erkennt, welche Bäume für den Klimawandel geeignet sind, wie man das Holz bodenschonend ernten kann. Diese wichtigen Fragen und viele weitere spannende Themen gehören zu dem Handwerkszeug, welches 19 junge Leute aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein für Ihre berufliche Zukunft mitnehmen können.
Alle haben an der Fortbildung zum/zur Forstwirtschaftsmeister*in am Forstamt Hachenburg - Waldbildungszentrum - teilgenommen und die Prüfungen erfolgreich bestanden. Insgesamt dauerte die Vorbereitung auf die Prüfungen ein Jahr. Dabei haben die Teilnehmer*innen berufsbegleitend 17 Wochen, aufgeteilt auf acht Unterrichtsblöcke, am Waldbildungszentrum in Hachenburg verbracht.
Gestartet hat die Fortbildung im November 2021 unter zunächst schwierigen Corona- Bedingungen. Der Unterricht konnte zeitweise nur mit Maske und Sicherheitsabständen stattfinden. Erstmals wurden auch Teile des Unterrichts als Onlineseminare durchgeführt.
Es wurde aber nicht nur die Schulbank gedrückt. Die Vernetzung von Theorie und Praxis erfolgte in den vier Bildungsrevieren des Forstamts Hachenburg. Waldbestände wurden analysiert und notwendige Arbeiten geplant und vorbereitet. Dazu zählten Maßnahmen wie das Pflanzen von Bäumen, das Herstellen der Verkehrssicherheit im Wald, eine waldverträgliche Holzernte und die Instandsetzung von Waldwegen. In einer Projektwoche konnten nicht nur die Bildungswälder für den Klimawandel wieder ein wenig fitter gemacht werden, die angehenden Forstwirtschaftsmeister*innen konnten ihr neues Wissen beweisen und die im Unterricht vermittelten theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen.
Richtig Stress kam dann nochmals bei den Prüfungen auf. Neben drei schriftlichen Klausuren wurde auch eine praktische Ausbildungseinheit mit Auszubildenden des Forstamts Altenkirchen geprüft. Das planerische Können wurde im Prüfungsprojekt des Teils „Produktion und Dienstleistung“ unter Beweis gestellt. Dritter Prüfungsteil war eine Projektarbeit im Bereich „Betriebs- und Unternehmensführung“.
Mit dem Meistertitel erlangen die Absolventen auch die Befähigung ihr Wissen weiterzugeben und junge Menschen auszubilden. Mit den geänderten gesellschaftlichen Anforderungen liegt die Haupttätigkeit der neuen Meister*innen aber vor allem im technisch planerischen Bereich. Die vielfältigen und anspruchsvollen Arbeiten im Wald müssen geplant, organisiert und überwacht werden. Die Fortbildung befähigt ebenfalls zur Selbständigkeit als forstlicher Dienstleister.
Dieses Fachpersonal ist für die Zukunft des Waldes in Zeiten des Klimawandels, mit den damit verbundenen Herausforderungen, wichtiger als je zuvor. Mit ihrem breit aufgestellten Wissen können die neuen Meister*innen einen wichtigen Betrag leisten um die vielfältigen Leistungen des Waldes zu erhalten und klimaresiliente Wälder zu gestalten.
Nach Abschluss der Prüfungen gab es eine gemeinsame Feierstunde mit Überreichung der Prüfungsbescheinigungen durch Ökonomierat Heribert Metternich von der Landwirtschaftkammer und Würdigung der Leistungen unter anderem durch den Regionalleiter von Landesforsten Rheinland-Pfalz Frank Ridderbusch, durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Siegfried Rohs, durch Andreas Gasper von der Personalvertretung und durch die erste Beigeordnete der Stadt Hachenburg Pia Hüsch-Schäfer.


Bild: Der erfolgreiche Prüfungsjahrgang 2022 der Forstwirtschaftsmeister*innen


Erste Reihe kniend:
Elias Wirfs, FWM
Dennis Sager, FWM
Sebastian Greiner, FWM
Kevin Scherbarth, FWM
Florian Leidig; FWM
Andre Simon, FWM
Patrick Schneider, FWM

2. Reihe von links nach rechts:
Alfred Zimmer, Fachliche Leitung Waldbildungszentrum RLP
Thomas Steinmetz, Direktor Saarforst
Alexander Sieg, FWM
Florian Becker, FWM
Frederik Thiel, FWM
Nico Kreutzer, FWM
Andrea Heidler, FWMin
Andreas Gasper, Personalvertretung Landesforsten
Ökonomierat Heribert Metternich, Landwirtschaftskammer RLP
Carmen Barth, Referentin Referat 5.5 MKUEM


3. Reihe von links nach rechts:
Frank Ridderbusch, Regionalleitung Nord Landesforsten RLP
Bernd Bard, Saarforst
Matthias Gürke, Seminarleitung Forstwirtschaftsmeisterkurs Waldbildungszentrum RLP
Björn Poth, FWM
Pascal Dahm, FWM
Andreas Staack, FWM
Mathieu Treffer; FWM
Mathias Kruchten, FWM
Lukas Schüller, FWM
Timo Emrich, FWM
Pia Hüsch-Schäfer, 1. Beigeordnete Stadt Hachenburg
Siegfried Rohs, Vorsitzender Prüfungsausschuss