Stechpalmenzweig mit Beeren © Landesforsten.RLP.de / Alexander Leonhard

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Andere Namen:

Gewöhnliche Stechpalme, Gemeine Stechpalme

Beschreibung:

Die auffälligsten Merkmale der Stechpalme dürften ihre signalroten Beeren in Verbindung mit den ölig wirkenden, glänzenden, immergrünen und stacheligen Blättern sein.

Bei der im Wald vorkommenden Stechpalme ist man eher geneigt von einem Strauch zu sprechen, als von einem Baum. Es gibt allerdings auch stammausbildende Exemplare, die dann bis zu 15 Meter hoch werden können. Einjährige Zweige sind immer grün und behaart. In deutlich fortgeschrittenerem Alter können Zweige und Stämme von grüngrau, graubraun bis fast ins schwärzliche variieren.

Die sattgrünen Blätter sind ledrig, was sowohl als mechanischer wie auch Verdunstungsschutz dient. An den Zweigen sind die Blätter wechselständig angeordnet, also versetzt gegenüberliegend. So charakteristisch die Stacheln auch für die Erkennung der Pflanze durch den Laien ist, kommen doch am gleichen Baum, meist in größeren Höhen auch stachelfreie Blätter vor.

Für den Laien wird die Erkennung der Stechpalme deshalb schwer, wenn er den Ast einer männlichen Stechpalme aus größerer Höhe in Händen hält. Wieso? Als sogenannte zweihäusige Pflanze, kommen eben nicht beide Geschlechtsmerkmale an ein und demselben Baum/Strauch vor, was dazu führt, dass man im genannten Fall weder die roten Beeren noch die Stacheln findet.

Die weibliche Blüte ist weiß und hat meist vier Kelchblätter. Staubgefäße finden sich nur an den männlichen Blüten. Dafür fehlen diesen knubbelig-grüne Stempel in der Blütenmitte.

Verbreitung:

Der in gesamt Deutschland nach BNatSchG besonders geschützte Baum/ Strauch kommt darüber hinaus im gesamten west- und südeuropäischen Raum vor (mediterran). Nach Osten ist es bis in den asiatischen Bereich hinein zu finden, wenn seine Häufigkeit auch abnimmt.

Vertikal findet man Ilex aquifolium meist in kollinen Lagen; selten bis in den hochmontanen Bereich. Als schattenertragende Pflanze ist sie häufig in der Strauchschicht unserer Laub- und Mischwälder zu finden.

Giftigkeit:

Trotz einer schwachen Giftigkeit sowohl der Blätter wie auch der Beeren, werden beide im Winter gerne von Vögeln und pflanzenfressenden Säugetieren aufgenommen. Für Menschen sind die Beeren nicht zum Verzehr geeignet. Übelkeit bis zu organischen Schäden können die Folge sein.

Forstliche Bedeutung:

Keine wirkliche forstwirtschaftliche Bedeutung. Allerdings wertvolle Bereicherung unserer Wälder im Sinne eines artenreichen Lebensraumes. Ansonsten spielt Ilex aquifolium eher im Gartenbau und als Schmuckreisig eine Rolle.