Seit 2005 hat sich das Vorkommen des Eichenprozessionsspinners auch auf Flächen des Forstamtes Rheinhessen ausgebreitet. Betroffen waren vor allem Waldflächen im Raum Worms und Oppenheim. 2009 dehnte sich das Verbreitungsgebiet bis nach Mainz aus. Der starke Befall führte sogar dazu, dass Veranstaltungen im Lennbergwald und im Ober-Olmer-Wald abgesagt werden mussten. 

Im am südwestlichen Rand Rheinhessens gelegenen Vorholz wurden ebenfalls im Juni 2009 erstmals Gespinste des Eichenprozessionsspinners bei Baumfällarbeiten entlang einer Landesstraße gefunden. 

Stand heute (2020) ist die Art ein starker Profiteur des Klimawandels und flächig in Rheinhessen vertreten - überall wo Eichen vorkommen, auch an Einzelbäumen. Der Eichenprozessionsspinner ist nicht meldepflichtig! Er wird im Regelfall nicht bekämpft, da er nur zusammen mit anderen Faktoren (weitere Insektenarten und v.a. Trockenheit) zu einer Gefährdung der Eichen führt. Lediglich die drohende Gesundheitsgefahr für den Menschen führt an neuralgischen Punkten wie z.B. Kindergärten zu aktiven Bekämpfungsmaßnahmen.

Informationen zur Entwicklung des Eichenprozessionsspinners und der von den Raupen ausgehenden Gefährdungen finden sie hier.