Unternehmereinsatz zur Aufarbeitung von Fichtenschadholz

Privatwald in den Gemarkungen Birresborn, Büscheich, Densborn, Kopp, Michelbach, Mürlenbach, Neroth, Zendscheid

In einer Kooperation zwischen der Forstbetriebsgemeinschaft DWH Wald und Holz Forst- Service GmbH (Holzvermarktungsgesellschaft des Waldbauverein Daun e.V.) und dem Forstamt Gerolstein, findet in diesem Herbst im Bereich der genannten Gemarkungen ein Unternehmereinsatz, insbesondere zur Aufarbeitung von Fichtenschadholz, statt. Interessierte Waldbesitzer können gerne an der Maßnahme teilnehmen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte bis zum 26.11.2021 an die DWH (Herrn Oeffling) unter 06592/ 9847546; michael.oeffling@dwh-forstservice.de oder an den Privatwaldbetreuer des Forstamtes Gerolstein (Herr Trepte) unter 0162/2190450; felix.trepte@wald-RLP.de. Es besteht die Möglichkeit, dass Waldflächen, die wegen Auslastung nicht bearbeitet werden können, bei der nächsten Maßnahme, die für diesen Bereich im Frühjahr 2022 geplant ist, berücksichtig werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Aufarbeitung von Fichtenschadholz einen wichtigen Beitrag für den Waldschutz im Hinblick auf die kommende Borkenkäfersaison leistet.

 

Forstämter Daun, Gerolstein und Hillesheim warnen vor Unfällen durch herabbrechende Äste

An vielen Wanderwegen besteht Gefahr durch Astabbruch an Bäumen mit Dürreschäden / Zahlreiche Buchen mit Totästen / Wald nach heftigen Regenfällen, bei Wind und Gewittern meiden.

Alte Buchen fällen oder den Wald sperren – vor dieser Entscheidung stehen derzeit viele Forstleute. Der Grund: Zahlreiche Bäume haben tote Kronenäste oder sind völlig abgestorben. Von ihnen geht akute Gefahr durch Astabbruch aus. Davon betroffen sind vor allem alte Buchen. Fichtenäste brechen in der Regel am Stamm und fallen dort zu Boden, Buchenäste können überall brechen – oft auch große, breit verzweigte Äste. Sie sind um einiges schwerer und größer als Äste von Nadelbäumen. Außerdem kann man es kaum erkennen, wenn über der unten noch dicht belaubten Krone ein bereits abgestorbener Ast hängt, der beim nächsten Windstoß herabstürzen kann. „Wann ein toter Ast fällt, kann niemand vorhersagen. Was wir aber sagen können: Trockenes Holz bricht unvermittelt. Viele Buchen haben in der oberen Krone gar keine Blätter mehr, manche sind schon tot. Das bedeutet: Wer in den Wald geht, muss mit Astbruch-Gefahr rechnen“, sagt Sebastian Metz, Leiter des Forstreviers Pelm. Deshalb rät er: „Meiden Sie den Wald nach heftigen Regenfällen, bei Wind und Gewittern. Dann können sich die toten Äste in den Kronen lösen. Die Gefahr, von einem herabstürzenden Ast getroffen zu werden, steigt.“

Aus Sicherheitsgründen: Bäume an oft besuchten Plätzen werden gefällt

Den Wald dauerhaft und großflächig zu sperren, dass wäre keine Lösung. „Wir alle brauchen ihn zur Erholung. Wald tut vielen Menschen einfach gut. Wir Forstleute wollen den Wald erhalten – natürlich auch für Waldbesuchende. Aber es ist Vorsicht geboten! Man muss im Wald immer damit rechnen, dass ein Ast bricht, aber momentan ist die Gefahr höher, da viel mehr Bäume Dürreschäden haben.“, so Klaus Zeipert, Technischer Produktionsleiter im Forstamt Gerolstein.

Deshalb markieren Mitarbeiter der Forstämter derzeit alle Bäume, von denen eine Gefahr für Waldbesuchende ausgehen könnte. Ein diagonaler Strich bedeutet: Dieser Baum wird gefällt. „Das können wir natürlich nicht überall machen, sonst wären es einfach zu viele Bäume. Wir beschränken uns auf Erholungseinrichtungen, wie Spielplätze, Kapellen und Sportmöglichkeiten sowie Hütten und Hauptwanderwege – also alle Orte, an denen sich viele Menschen eine längere Zeit aufhalten“, erläutert Michael Hoppe, Leiter des Forstreviers Dreis-Brück, das besonders von den Trockenschäden betroffen ist. Allein in diesem Revier müssen schon jetzt mehr als 100 Alt-Buchen gefällt werden. Wie viele es werden, ist ungewiss.

Sicherheit geht vor Wirtschaftlichkeit

Wenn die gefährlichen Buchen nicht gefällt werden, müssten viele Einrichtungen und Erholungsorte im Wald gesperrt werden. „Unter dem Strich kostet das meist richtig viel Geld, aber die Sicherheit geht vor“, so Hoppe weiter. Wirtschaftlich gesehen ist dieser Holzeinschlag momentan kaum einträglich, da der Markt für Buchenholz im Keller ist.

Auch Holzernte wird zunehmend gefährlich

Die Gefahr geht vor allem von alten Buchen aus, weil sie unter den Hitze- und Dürrejahren 2018 – 2020 besonders gelitten haben. „Wir hoffen jetzt, dass die waldfreundlichere Witterung des laufenden Jahres den Bäumen ein wenig Erholung bringt“, betont Sebastian Metz: „Wenn wir die Bäume jetzt nicht fällen, kann es später zu gefährlich sein. Dann ist es für die Forstwirtinnen und Forstwirte über Jahre zu gefährlich, in bestimmten Waldteilen Fällungs- und Pflegemaßnahmen durchführen zu können.“ Dies heißt aber auch: Heimisches Holz kann bis auf Weiteres nicht geerntet werden. Hier müssen Waldbesitzende und Forstleute stets zwischen Naturschutz, Holznutzung und Arbeitssicherheit abwägen. Totholz im Wald ist sehr wichtig für die Artenvielfalt. Es bietet Lebensraum und Nahrung für unzählige Lebewesen. Andererseits geht davon aber auch eine Gefahr aus.

Klimakrise tötet Bäume

Ihm tut es in der Seele weh, wenn er über 100 Jahre alte Buchen sieht, die in Ihrem Leben schon Vieles erlebt haben und die nun so extrem unter dem Klimastress leiden. Sebastian Metz erklärt: „Natürlich ernten wir Bäume, damit daraus Möbel, Papier und andere Produkte entstehen können. Viele Bäume wären aber ohne die Trockenheit noch länger im Wald belassen worden. Sie hätten dann noch mehr Kohlenstoffdioxid gespeichert, das sie für ihr Wachstum benötigen. Wenn Bäume wachsen, schützt das das Klima. Erst wenn sie verrotten oder verbrennen, wird das CO2 freigesetzt. Aber dann wachsen schon längst junge Bäume in den entstandenen Lücken“.

Hintergrund: Buchensterben

  • Die Buche ist die häufigste Baumart in Rheinland-Pfalz, ihr Anteil beträgt rund 22 Prozent (bundesweit: 15 Prozent). Unter den für lange Zeit herrschenden Verhältnissen eines atlantischen Klimas mit ausreichenden Niederschlägen in der Vegetationszeit sind Buchenwälder von Natur aus die flächendeckend prägenden Waldgesellschaften in unserem Land gewesen. Im Zuge des Klimawandels zeichnen sich hier Veränderungen ab.
  • Buchen reagieren genau wie andere Laubbäume auf Hitze und Dürre, indem sie ihre Blätter abwerfen – so verdunsten sie weniger Wasser. Im Folgejahr sind ihre Blätter oft kleiner, damit sie vorsorglich für eine geringere Kronenoberfläche sorgen und weniger Wasser verdunsten. Die Bäume brauchen allerdings die Blätter zum Wachsen (Fotosynthese). Leiden die Bäume lange Zeit unter Trockenheit, sterben sie ab, wobei gerade die Buche als Baumart des atlantischen Klimas durch den Klimawandel besonders betroffen ist – einem toten Baum hilft dann auch kein Regen mehr.
  • Wenn Bäume schwach sind, sind sie anfälliger für Krankheiten. Bestimmte Käfer und Pilze können Äste oder gar den Stamm befallen. Alte Buchen leiden besonders, da sie sich nicht mehr so gut an sich verändernde Verhältnisse anpassen können wie jüngere Bäume.
  • In alten Buchenwäldern, die noch ein geschlossenes Kronendach aufweisen, findet im Staatswald von Rheinland-Pfalz derzeit keine planmäßige Holzernte statt.

Quelle: Landesforsten.RLP.de / Forstamt Gerolstein

 

Waldbrandgefahr steigt – Vorsicht beim Waldbesuch!

Forstämter bitten um Einhaltung der Regeln zum Schutz vor Waldbrand

Seit Wochen fiel kaum ein Tropfen Regen. In der oberen Waldbodenschicht herrscht – nach drei Dürrejahren in Folge und trotz reichlicher Winterniederschläge – schon wieder akuter Wassermangel. „Mit dem sonnig-warmen Wetter der vergangenen Tage ist die Waldbrandgefahr deutlich angestiegen“, sagt Martin Lotze von Landesforsten Rheinland-Pfalz. Trockene Blätter und Nadeln bieten derzeit für aufflammende Feuer eine ideale Nahrung. Im Bereich der Eifel gilt aktuell die Gefahrstufe 3 bis 4 des Deutschen Wetterdienstes.

„Die Forstleute, die Feuerwehr und die Polizei sind beim Waldschutz auf die Mithilfe der Waldbesuchenden angewiesen“, so der Appell der Forstämter. Deshalb gilt: Jede, auch kleinere Rauchentwicklung außerhalb der Siedlungsgebiete sollte über den Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) gemeldet werden. Die Angabe der im Wald beschilderten Rettungspunkte erleichtert die rasche Bekämpfung. Sie befinden sich häufig an Wegekreuzungen oder markanten Punkten und sind als grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Rettungspunktnummer gut erkennbar.

Waldbesuchende werden um Vorsicht gebeten

Wälder mit starkem Besucherandrang sind stärker brandgefährdet. Rund 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände gehen auf unvorsichtigen Umgang der Menschen mit offenem Feuer im Wald und in Waldesnähe zurück. Deshalb weisen alle Forstämter gemeinsam mit den Feuerwehren eindringlich alle Naturfreunde auf folgende Verhaltensregeln beim Waldbesuch hin:

  • Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten, machen Sie Raucher höflich darauf aufmerksam.
  • Das Grillen und Anlegen offener Feuer ist im Wald und in Waldesnähe verboten. Bitte ausschließlich offizielle Grillplätze benutzen und auch hier ist größte Vorsicht wegen Funkenflug geboten. Eine besondere Gefahr geht von Einmalgrills aus.
  • Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden!
  • Auch Glasscherben stellen über den „Lupeneffekt“ eine erhebliche Brandgefahr dar.
  • Halten Sie alle Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig frei.

Links zum Thema:

DWD Waldbrandgefahrenindex:

www.wald.rlp.de/de/erleben/waldbesuch/waldbrandgefahr/

Dürremonitor des Helmholtz Zentrum für Umweltforschung:

https://www.ufz.de/index.php?de=37937

 

Spirituell-interreligiöser Waldgang

Seit sich die Menschen mit Religionen beschäftigen spielen Schutz und Erhalt der Natur eine bedeutende Rolle. Die ersten Religionen fanden ihre Gottheiten in der Sonne, in Bäumen und Felsen oder andern natürlichen Dingen.
Alle großen Religionen betonen heute die Verantwortung der Menschen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
Dieses Thema greift eine Veranstaltung auf, zu der Landesforsten RLP, die KEB Westeifel und der Themenschwerpunkt Schöpfung des Bistums Trier einladen.
Im Rahmen einer kleinen Wanderung gibt es an verschieden Stationen Impulse zum Klimawandel und zum achtsamen Umgang mit der Natur.

Treffpunkt ist am 27.6.2021 um 10.00 Uhr am Wanderparkplatz der Büschkapelle oberhalb der DJH in Gerolstein.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich: www.anmelden-keb.de/56320.

 

 

40.000 neue Bäume für den Gerolsteiner Zukunftswald

„Pflanze digital einen Baum - dann pflanzen wir ihn in echt“, mit diesem Aufruf hatte sich der Gerolsteiner Brunnen im November an die Öffentlichkeit gewandt. Ergebnis der Aktion: 40.000 neue Setzlinge wurden in den Wäldern der Region Gerolstein gepflanzt! Die große digitale Baumpflanzaktion ist Teil des Aufforstungsprojekts „Gerolsteiner Zukunftswald“, das der Mineralbrunnen 2013 in Kooperation mit Landesforsten Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt hat. Ziel dieses Engagements ist, den Aufbau klimabeständiger Mischwälder zu fördern und so dazu beizutragen, die Eifelwälder trotz Klimawandel auch für die nachwachsenden Generationen zu erhalten.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Nachhaltigkeitsprämie kann jetzt beantragt werden

Mit 500 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets kommunale und private Waldbesitzer bei der nachhaltigen Waldwirtschaft. Diese Förderung wird durch den Waldbauverein Daun und die Forstämter Daun, Gerolstein und Hillesheim begrüßt.

Die Wälder in Deutschland leiden seit drei Jahren unter Dauerstress. Stürme, Dürreperioden und Schädlingsbefall haben die Waldbestände in einem nie dagewesenen Maß geschädigt, zur Überlastung der Holzmärkte und - verstärkt auch durch die Corona-Pandemie - zu einem dramatischen Holzpreisverfall insbesondere bei der Fichte geführt. Auf bundesweit fast 300.000 ha sind seit 2017 Kahlflächen entstanden, die geräumt und in den nächsten Jahren wiederbewaldet werden müssen. Viele Forstbetriebe sind bei fehlender Liquidität mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, die in der Geschichte beispiellos sind. Um den Waldbesitzenden die horrenden Schäden wenigstens teilweise zu kompensieren und einen Beitrag zum Erhalt unserer Wälder und ihrer unverzichtbaren gesellschaftlichen Funktionen zu leisten, gewährt ihnen der Bund erstmalig und einmalig eine waldflächenbezogene Prämie.

Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung nach den Programmen PEFCTM, FSC©, Naturland oder einem vergleichbaren Zertifikat. Die Prämie beträgt 100 Euro/Hektar für PEFCTM-zertifizierte und 120 Euro/Hektar für FSC©-zertifizierte Waldflächen. Es besteht die Möglichkeit, ggf. bis zum 30.09.2021 ein Nachhaltigkeitszertifikat nachzureichen. Der Waldbauverein Daun bietet den Mitgliedern die PEFCTM-Zertifizierung an. Der Zertifikatsnachweis kann beim Waldbauverein Daun e. V. angefragt werden.

Die Antragstellung erfolgt online. Für die Abwicklung der Förderung ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) bundesweit verantwortlich. Antragsberechtigt sind alle privaten und kommunalen Waldbesitzer mit einer Waldfläche  von mindestens 1 Hektar Wald. Ein Sammelantragsverfahren über den Waldbauverein ist nicht möglich. Die Prämie ist nicht an den individuellen Nachweis von Schäden gebunden.

Die Richtlinie wurde am Freitag, dem 20. November 2020, im Bundesanzeiger veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt können natürliche und juristische Personen bis zum 30. Oktober 2021 Anträge stellen. Neben dem Nachhaltigkeitszertifikat müssen die Waldbesitzer ihre Waldflächengröße angeben. Diese wird mit den Flächenangaben der SVLFG (Berufsgenossenschaft) abgeglichen. Die Zuwendung erfolgt als De-minimis-Beihilfe, d.h. sie wird nur gewährt, soweit nicht im laufenden Jahr und den zwei vorangegangenen Steuerjahren 200.000 Euro De-minimis-Beihilfen in Anspruch genommen wurden. Sie steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit entsprechender Haushaltsmittel (500 Mio. EUR).

Bei Fragen stehen Ihnen der Waldbauverein Daun per Telefon 06592/9847535 oder per Mail unter info(at)waldbauverein-daun.de oder die Forstämter Daun, Gerolstein und Hillesheim zur Verfügung.

 

Du brauchst den Wald und der Wald braucht Dich.Wir alle lieben den Wald und sehen, wie er in der Klimakrise leidet. Hitzewellen, Dürre, Stürme und Schädlinge setzen ihm stark zu. Millionen Bäume sind in Rheinland-Pfalz bereits abgestorben. Doch Du kannst Deinem Wald helfen! Wie erfährst Du ab sofort bei der neuen Landesforsten-Initiative „MeinWaldKlima“. Mach mit, werde Waldklima-Aktivist*in, bestelle kostenlos das Aktionsheft und gewinne tolle – natürlich klimafreundliche – Preise. Mehr auf www.meinwaldklima.de

 

45.000 klimastabile Bäume für stabile Wälder im Forstrevier Mürlenbach

Forstamt Gerolstein setzt langfristig auf Buchen, Tannen und Esskastanien

Seit Jahrzehnten wandelt sich das Bild unseres Waldes. Vielfältige Mischwälder sichern nachhaltig die wertvollen Leistungen des Waldes. Einen weiteren Schritt zum Umbau reiner Nadelwälder geht das Forstamt Gerolstein aktuell im Staatswald des Forstreviers Mürlenbach. Als sogenannte „Vorausverjüngung“ mit klimastabileren Baumarten werden derzeit 45.000 junge Bäume in rund 90 Hektar ältere Nadelwälder hinein gepflanzt. „So erreichen wir, dass sich hier in Zukunft artenreiche und risikoärmere Mischwälder entwickeln können“, erläutert Revierleiter Michael Zander.

Waldbesitzende und Forstleute müssen heute Baumarten auswählen, die in den nächsten 100 bis 200 Jahren mit den erwarteten Folgen der Klimaveränderung zurechtkommen. Für Buchen, Tannen und Esskastanien stehen die Prognosen im Gerolsteiner Land gut. Nachhaltige Forstwirtschaft erfordert ein Denken und Handeln in langen Zeiträumen.

Stabile und gesunde Mischwälder sind ein Garant für sauberes Trinkwasser. Das hat auch der Gerolsteiner Brunnen erkannt, der vor Jahren die Aktion Gerolsteiner Zukunftswald gestartet hat. Seit 2013 wird die Wiederbewaldung von Flächen im Rahmen einer Kooperation mit Landesforsten Rheinland-Pfalz unterstützt. „Für uns haben ein schonender Umgang mit den natürlichen Wasservorkommen in unserem Quellgebiet und damit der langfristige Schutz unseres kostbaren Produktes oberste Priorität“, so Ulrich Rust, Geschäftsführer Technik und Logistik und verantwortlich für Nachhaltigkeit beim Gerolsteiner Brunnen. „2019 übernehmen wir die Kosten für Pflanzung und Pflege von rund 12.900 Baumsetzlingen.“

Diese Kooperation ist ein Beleg dafür, dass nicht nur die Waldbesitzenden Verantwortung für die Zukunft unseres Waldes übernehmen. Seine zahlreichen wichtigen Funktionen können nur dann gesichert werden, wenn die Gesellschaft den Wert dieser Leistungen anerkennt.

Für alle Waldbesitzer stellen der Klimawandel und der daraus resultierende Waldumbau eine riesige Herausforderung dar. Mindestens 500 Hektar sollen in den nächsten Jahren allein im Forstrevier Mürlenbach vorausverjüngt werden. „Für diese Aufgabe benötigen wir gut ausgebildetes Personal auf allen Ebenen. Denn auch beim Personal gilt der Grundsatz der Nachhaltigkeit“, so Michael Zander.

 

Mehr Infos zum Wald im Klimawandel und zum Gerolsteiner Zukunftswald unter:

www.klimawandel.wald-rlp.de

www.gerolsteiner-zukunftswald.de