Aktuelle Informationen aus dem Bereich des Forstamtes Bitburg

 

Wert- und Stammholz-Submission Mittelrhein-Mosel

Eichen aus dem Forstamt Bitburg erzielen den höchsten Durchschnittspreis

Das Marktinteresse der Käufer an gutem und starkem Eichenstammholz ist nach wie vor ungebrochen. 34 Käufer aus dem In- und Ausland, darunter Furnierkäufer, Schreinereibetriebe, Holzhändler und zahlreiche Fassholzkäufer aus Frankreich, haben sich an der diesjährigen Submission Mittelrhein Mosel mit den beiden Plätzen in Boppard und Esch bei Wittlich beteiligt. Diese fand am 22.02.2021 statt. Zuvor wurden auf dem Platz in Esch 1.122 m3 Holz im Hinblick auf die wertbestimmenden Merkmale wie Baumdicke, Farbe, Jahrringaufbau oder Äste durch die Käufer begutachtet und preislich bewertet. Das Ergebnis lässt sich sehen. Die 10 an der Submission auf dem Platz in Esch beteiligten Forstämter erzielten einen Gesamtumsatz in Höhe von 533.854 EURO.
Das Forstamt Bitburg war, wie auch in den Vorjahren, wieder mit einer stattlichen Menge Holz dabei. Mit insgesamt 267 m3 aus allen Waldbesitzarten kam jeder 5. submittierte Baum aus Bitburg. Das ausgesuchte und erntereife Holz, überwiegend Eiche, erzielte einen Gesamtumsatz in Höhe von 136.672 EUR. „Wir sind zufrieden“, so Jürgen Weis, Leiter des Forstamtes Bitburg: „Da ein Teil des Holzes als splitterverdächtig eingestuft werden musste, ist das ein hervorragendes Ergebnis“.
Das höchste Preisgebot je Festmeter erfuhr eine Eiche aus dem Forstamt Wittlich mit 1098.- EUR. Im Forstamt Bitburg lag der höchste Erlös mit 905 EUR/m3 knapp dahinter. Diese stammt aus einem Privatwald. Für beachtliche 4.658,64 EUR ging ein Stamm aus dem Forstverband Speicher an einen Fassholzkäufer nach Frankreich.
Bemerkenswert ist der Verkauf von 3 Elsbeeren, die trotz des relativ geringen Durchmessers bei durchschnittlicher Qualität ca. 300 EUR/m3 erzielten.
„Das Ergebnis bei Eiche und Elsbeere sollte die Waldbesitzenden ermutigen, diese beiden langlebigen und klimaresilienten Baumarten bei der anstehenden Wiederbewaldung von entstandenen Kahlflächen zu beteiligen“, betont Forstamtsleiter Weis.

 

 

ILEX – Baum des Jahres 2021 Die Stechpalme ist in der Südeifel weit verbreitet

Das Kuratorium Baum des Jahres hat für 2021 einen Baum gewählt, den sehr viele Menschen sicherlich gut kennen. Man findet die Stechpalme, auch Ilex genannt, oft als Strauch in Gärten. Ihre dunkelgrün glänzenden Blätter haben spitze Stacheln am Blattrand. Aufgrund der leuchtend roten Steinfrüchte ist sie besonders als Weihnachtsschmuck sehr beliebt. Doch Achtung: Die auch „Walddistel“ genannte Pflanze ist gemäß Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Blätter oder Früchte dürfen in der Natur nicht entnommen werden!

Der Name Stechpalme stammt aus einer Zeit, als die immergrünen Blätter der Pflanze am Palmsonntag als „Palmen-Ersatz“ genutzt wurden. Im Mittelalter hat sie zusammen mit dem Wachholder in lichten Wäldern überlebt, weil das Vieh diese wehrhaften Gehölze verschonte.

Die wärmeliebende Pflanze findet man hauptsächlich in Regionen mit milden Wintern. Aufgrund der Klimaerwärmung hat sie sich in den letzten Jahren weiter nach Norden und Osten ausgebreitet.

Martin Lotze, Produktleiter für Waldinformation in den Forstämtern Bitburg und Neuerburg, staunt immer wieder über ein besonderes Phänomen beim Ilex: die Heterophyllie. „Wer sich einen höheren Strauch oder Baum genau anschaut, kann erkennen, dass die Stacheln in der Höhe abnehmen. Ich frage mich, woher die Pflanze wohl weiß, dass es bei uns keine Giraffen gibt?“

Dass die Stechpalme auch ein Baum mit über 10 Metern Höhe werden kann, ist eher unbekannt. Sie ist besonders in den Wäldern der Südeifel sehr häufig zu finden und ist deshalb die Symbolpflanze des Naturparks Südeifel.

 

Hintergrundinfo zum Baum des Jahres

Seit 1989 wird vom „Kuratorium Baum des Jahres“ jährlich ein Baum ausgewählt. Für das Jahr 2021 wurde sogar ein Baumkönig ernannt. Nikolaus Fröhlich wird das ganze Jahr über als Botschafter der „Baum des Jahres Stiftung“ unterwegs sein. Baum des Jahres 2020 ist die Robinie.

 

Nachhaltigkeitsprämie- Kommunale und private Waldbesitzer erhalten Bundesmittel

Die Wälder in Deutschland leiden seit drei Jahren unter Dauerstress. Stürme, Dürre und damit einhergehende Trocken-Schäden und ein massiver Borkenkäferbefall haben den Waldbesitzern zum Teil existenziell zugesetzt. Die Corona-Pandemie hat dies durch negative Auswirkungen auf die Holz-Absatzmärkte und Logistikstrukturen noch verstärkt. Vielen Waldbesitzern fehlt es an Liquidität, um ihren Verpflichtungen nach dem Landeswaldgesetz nachzukommen. Es fehlt Geld für die Wiederbewaldung der entstandenen Schadflächen, die Waldpflege oder Waldschadens- und Wildschadensverhütung.

Das Bundeslandwirtschaftministerium hat daher mit der Großen Koalition erstmals eine sogenannte Nachhaltigkeitspräme für den Wald entwicklet. Es handelt sich um Mittel aus dem Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro. Die Auszahlung der Prämie muss bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Das sollten Sie wissen:

Kommunale und private Waldbesitzer, die mindestens 1 ha Wald besitzen, können die Prämie beantragen. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist, dass die Waldfläche zertifiziert ist. Zum Beispiel nach den Programmen PEFCTM oder FSC©. Die Prämie beträgt 100,- € pro Hektar (PEFCTM) bzw. 120,- € (FSC©).

Auch eine nachträgliche Zertifizierung nach der Antragstellung ist möglich. Die privaten Waldbesitzer können sich bei Fragen zur Zertifizeirung an den Waldbauverein Bitburg oder an die entsprechenden Zertifizierungsstellen wenden. Bei privaten Waldbesitzern erfolgt der Nachweis der Antragsfläche über die Unfallversicherung bei der SVLFG.

Die erforderlichen Anträge können bis zum 30. Oktober 2021 gestellt werden.

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das im Internet verfügbare Online-Formular. Der Antrag kann ab sofort gestellt werden. Dabei muss das Zertifikat bis zum 30 September 2021 nachgereicht werden. Eine Auszahlung der Prämie erfolgt erst, wenn die Zertifizierung vorliegt.

Die Prämie wird als De-minimis-Beihilfe gewährt. Die Gesamtsumme darf hierbei 200.000 € nicht übersteigen.

 

Besuchshinweise des Forstamtes während der Corona-Pandemie

Bitte besuchen Sie das Forstamt nur in zwingend notwendigen Fällen nach vorheriger telefonischer Absprache oder nach Terminabstimmung per E-Mail.

Nutzen Sie bei Bedarf andere Kommunikationswege wie Telefon, Fax oder E-Mail.

Denken Sie bitte bei einem unabweisbaren Besuch an die Empfehlung des Robert Koch Instituts (RKI), einen Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten.

Beachten Sie dabei auch die "Hygienetipps" sowie die "Hinweise zum Händewaschen" von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Sofern Sie erkrankt sind oder sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten, bitten wir Sie auf keinen Fall unsere Dienststelle zu besuchen.

Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, Ansteckungsrisiken weitestgehend zu vermeiden. Damit schützen Sie sich selbst, andere Besucherinnen und Besucher sowie die Mitarbeitenden der Dienststelle.

Wir bitten um Verständnis.