Aktuelles

 

500 Mio. Euro für die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder

Die von der Bundesregierung angekündigte Nachhaltigkeitsprämie für kommunale und private Waldbesitzer ist verfügbar.

Antrag und weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Waldmaßnahmen des Corona-Konjunkturpakets

An die Dienstleistungsunternehmer und Privatwaldbesitzer,

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach aktueller Mitteilung des MUEEF-RLP und des BMEL ist das Investitionsprogramm Wald (Volumen 50 Millionen Euro) Anfang der 45. KW an den Start gegangen. Die uns vorliegenden Informationen geben wir nachfolgend an Sie weiter:

Zum Investitionsprogramm Wald:
Die Richtlinie zum Investitionsprogramm Wald, welches mit 50 Millionen Euro untersetzt ist und bis zum 31.12.2021 läuft, wurde am 29.10.2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Antragstellungen nach dieser Richtlinie sind seit dem 2. November über die Programmseite bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank möglich: https://www.rentenbank.de/foerderangebote/bundesprogramme/waldwirtschaft

Es handelt sich um ein Bundesprogramm mit Start auf De-minimis-Basis; das BMEL leitet jedoch das Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission ein.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet im Auftrag des BMEL Zuschüsse von bis zu 40 % zu Investitionen in Digitalisierung und Technik für die nachhaltige Waldwirtschaft an. Antragsberechtigt sind Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Forstverbände, forstliche Dienstleistungsunternehmen sowie Forstbaumschulen. Förderfähig sind Investitionen zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Bewirtschaftung der Wälder, beispielsweise moderne Maschinen und Geräte sowie digitale Lösungen für die Waldwirtschaft. Die förderfähigen Gegenstände sind in einer Positivliste aufgeführt, die nach Bedarf aktualisiert werden soll. Die Kategorien der förderfähigen Gegenstände wurden mit relevanten Verbänden (DFWR, DFUV, AGDW, VdF) abgestimmt.

Die Positivliste ist laut BMEL aus technischen Gründen für die online-Beantragung der Förderung erforderlich. Durch die Vorab-Prüfung und Freigabe von möglichen förderfähigen Geräten und Anlagen entfalle die einzelfallweise Prüfung der Förderfähigkeit von beantragten Gegenständen durch die Rentenbank. Dies spare wertvolle Zeit in dem zeitlich eng befristeten Programm. Die derzeit vorliegende Version 1.0 der Positivliste sei nicht abschließend für alle förderfähigen Geräte und Anlagen und werde nach Bedarf aktualisiert.

Die Version 1.0 wurde seit September 2020 vom BMEL im Austausch mit der Branche erstellt. Das BMEL hat dazu über das KWF bekannte Hersteller und Händler angeschrieben, die in den letzten Jahren auf KWF-Ausstellungen und -Thementagen vertreten waren. Über drei Viertel der knapp 4.000 Einträge auf der Liste wurden daraufhin von Herstellern, Händlern und weiteren Akteuren aus der Branche vorgeschlagen. Dazu kamen Geräte, die vom KWF untersucht und geprüft wurden. Alle Vorschläge wurden vom KWF dahingehend geprüft, ob sie die Anforderungen der Förderrichtlinie erfüllen.

Das Mindestinvestitionsvolumen je Antrag beträgt 10.000 Euro. Insgesamt darf die Förderung 400.000 Euro je Zuwendungsempfänger im Geltungszeitraum der Richtlinie nicht überschreiten. Der Zuschuss kann online bei der Rentenbank beantragt werden. Er ist mit einem zinsgünstigen Programmkredit der Rentenbank kombiniert, den die Antragsteller bei ihrer Hausbank beantragen.

Da die Administration der Förderung nicht über die Bewilligungsstellen des Landes erfolgt, sondern über die Landwirtschaftliche Rentenbank, wird gebeten, Fragen zum Förderprogramm dorthin zu richten bzw. die dort online gestellte FAQ-Liste zu nutzen.


Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Scheffer

 

Stechpalme-Baum des Jahres 2021

Die heimische Strauch- bzw. Baumart findet sich auch im Forstamt Bad Sobernheim.

Mehr Infos unter Baum des Jahres 2021

 

 

Eichelhäher und Förster arbeiten Hand in Hand

In den vergangenen Tagen wurden in einem ausgewählten Saatgutbestand im Forstamt Bad Sobernheim Eicheln gesammelt. Zuvor ausgelegte Netze haben den fleißigen Beteiligten geholfen, möglichst viel Saatgut zu gewinnen. Ansonsten wurde händisch, mit Eimern oder Leinenbeuteln bewaffnet, vom Waldboden aufgelesen. Alle drei bis fünf Jahre fruktifiziert die heimische Traubeneiche. Dieses Jahr ist wieder Vollmast, so nennen es Förster, wenn besonders viele Eicheln an den Bäumen hängen.

 

Junge Menschen, die ihr freiwilliges ökologisches Jahr in der Region absolvieren, haben zudem spezielle „Häher-Tische“ gezimmert um die gesammelten Eicheln dem Eichelhäher anzubieten. Dieser überaus fleißige Vogel versteckt die Eicheln als Wintervorrat im Wald. Viele der versteckten Eicheln verbleiben jedoch im Boden und im Frühjahr wachsen kleine Traubeneichen aus der Erde. Die so genannte Hähersaat ist ein althergebrachtes Verfahren um Laubbaumarten wie Eiche und Buche mit schweren Samen zu verbreiten.

 

Damit wird ein wertvoller Beitrag im Zuge des Klimawandels geleistet: Mehr Mischung und mehr Vielfalt braucht es für klimastabile Wälder. Dabei kommt der Eiche eine große Bedeutung zu, denn sie kommt besser mit höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen zurecht als beispielsweise die Buche. Durch die Saat als natürlicher Prozess kommt es zu einer ungestörten Wurzelentwicklung und die Eichen können besser auf Trockenperioden reagieren.