Informationen zur Jagd, Afrikanische Schweinepest

Hiermit geben wir das  Handlungsprogramm allen Pächterinnen und Pächtern staatlicher Eigenjagdbezirke oder Teiljagdbezirke bekannt, um die Bejagung des Schwarzwildes auch in den verpachteten Eigenjagdbezirken in gleicher Weise zu ermöglichen.

Handlungsprogramm Schwarzwild 2020/2021

Politik, Behörden und Interessenverbände haben ein Dokument verfasst, indem konkrete und nachvollziehbare Strategien und Maßnahmen erläutert werden.

Strategiepapier "Waldumbau, Wild und Jagd im Zeichen des Klimawandels"

Merkblatt zur Jagdpacht in PEFC-zertifizierten Wäldern

Nachdem der erste Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland bei einem Wildschwein erfolgte, hat das Landesuntersuchungsamt (LUA) und das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) noch einmal auf die tierseuchenrechtliche Anordnung zum Monitoring auf die Schweinepest hingewiesen.

Merkblatt zur Probenentnahme zur Untersuchung auf KSP und ASP

 

 

 

Aufhebung der Schonzeit beim Schwarzwild

Schonzeit und Störung des biologischen Gleichgewichts

Sehr geehrte Damen und Herren, Freund*Innen der Jagd,

die obere Jagdbehörde RLP hat mit Schreiben vom 20.03.2020 und auf Antrag von Landesforsten Rheinland-Pfalz die Schonzeit u.a. für Schmalrehe, Rehböcke, Rotwild-Schmaltiere und -Schmalspießer sowie Muffel-Schmalschafe und -Jährlinge vom 15.04.2020 bis 30.04.2020 in den in Eigenregie bewirtschafteten staatlichen Eigenjadbezirken aufgehoben.

Hintergrund ist die rechtliche Möglichkeit gem. § 32 (1) Satz 3, demgemäß ist dies für bestimmte Gebiete bspw. bei Störung des biologischen Gleichgewichts möglich. Die aktuelle Belastung und Schädigung des Waldes durch Klimawandelfolgen (Auflichtung der Wälder durch Trockenheit, Borkenkäfer, Windwurf, Schneebruch ...) ebenso wie die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz und hier die Bedeutung der Waldverjüngung für den Erhalt und die Entwicklung des Waldes geben hier einen wichtigen Anlass. Weiterhin wird auch darauf verwiesen, dass ein merklich früherer Beginn der Vegetationszeit festgestellt wird.

Auch im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Bad Sobernheim sind Wälder durch Insektenbefall, Wind und oder Schnee aufgelichtet, das "biologische Gleichgewicht" ist gestört, die Verjüngung spielt häufig eine wichtige Rolle und die waldbaulichen Gutachten weisen häufig eine durch Verbiss gefährdete  Verjüngung des Waldes aus.

Ich habe dies zum Anlass genommen, auch um Jagdneid zu vermeiden, bei der oberen Jagdbehörde nachzufragen, ob auch für weitere Inhaber des Jagdrechts, bei entsprechender Begründung im Sinne des LJagdG, ggfls. ein Antrag auf Schonzeitaufhebung erfolgversprechend sei. Dies wurde grundsätzlich bejaht. Vorraussetzung ist eine auf das Gebiet oder den Jagdbezirk bezogene konkrete, fundierte und ausreichende Begründung, Angabe von Name, Adresse, Jagdbezirk und natürlich eine ausreichender zeitlicher Vorlauf. Der Antrag mit Begründung ist zu senden an: Zentralstelle der Forstverwaltung, Obere Jagdbehörde - Le Quartier Hornbach 9 - 67433 Neustadt a.d.W. oder per Mail an thomas.bublitz@wald-RLP.de.

Für Ihre Unterstützung zum Wohle unseres Waldes und zum Ausgleich der vielfältigen Interessen am Wald bin ich dankbar.

Bleiben Sie fit und gesund!

Mit freundlichen Grüßen

   Rüdiger Scheffer

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Forstamt  Bad Sobernheim - Felkestraße 12 - 55566 Bad Sobernheim

Tel.: 06751 / 85799-0//Fax: 06751 / 85799-33 //ruediger.scheffer@wald-RLP.de