Holzvergasung © Michael - stock.adobe.com

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Stückholzzentralheizungen

Moderne Stückholzzentralheizungen arbeiten nach dem Prinzip der Scheitholzvergasung. Was bedeutet das?

Jede Verbrennung von Holz besteht im Prinzip aus zwei Schritten: der Vergasung der im Holz enthaltenen Brennstoff und deren Verbrennung. Laufen diese beiden Prozesse, wie  im herkömmlichen Naturzugkessel, nebeneinanderher ab, werden Verbrennungstemperaturen von höchstens 600 °C erreicht – unter diesen Bedingungen werden die im Holz enthaltenen Brennstoffe jedoch nur teilweise verbrannt und entweichen als Abgase in die Luft. Auch wird ein Teil der im Holz enthaltenen Energie  nicht genutzt und verschwindet durch den Kamin.

Im Scheitholzvergaserkessel werden die beiden Prozesse Vergasung und Verbrennung voneinander getrennt: der durch die  Entgasung des Holzes im Glutbett entstehende Gasstrom wird in die Brennkammer geleitet und kann dort unter optimalen Bedingungen bei Temperaturen um 1100 °C verbrannt werden. Bei diesen hohen Temperaturen erfolgt die Verbrennung vollständig, das heißt nahezu abgasfrei. Die Energie des Holzes kann auf diese Weise ganz genutzt werden.

Um eine optimale Verbrennung und eine  gute Ausbrandqualität zu erreichen, sollten handbeschickte Stückholzheizungen unter Volllastbetrieb betrieben werden. Dies ist durch den Einsatz eines ausreichen dimensionierten Pufferspeichers zu erreichen, der überschüssige Wärme im Wasser speichert.

An einen derartigen Pufferspeicher kann dann auch ein Sonnenkollektor angeschlossen werden, der bei Sonnschein warmes Wasser produziert und dieses ebenfalls dem Pufferspeicher zuführt. Selbstverständlich kann eine derartige Kombination auch mit einer Pelletsheizung verwirklicht werden. Diese  als Holz-Sonne-Kopplung bezeichnete  Kombination schafft eine sichere Wärme- und Warmwasserversorgung das ganze Jahr über und ist besonders effizient.

Im Biowärmezentrum Rheinland-Pfalz können Sie sich in der Dauerausstellung über die auf dem Markt verfügbare Technik informieren und ganz individuell beraten lassen. Oder besuchen Sie eine der regelmäßigen Veranstaltungen, die die MitarbeiterInnen des Biowärmezentrums zu diesem Thema anbieten.